Neues Konzept unserer Zeitung mit dem „Print Innovation Award“ ausgezeichnet

10. Oktober 2019
Berlin

Einmal im Jahr kommen Vertreter von Zeitungsverlagen aus der ganzen Welt zusammen, um die besten Konzepte der Branche auszuzeichnen. In diesem Jahr stand auch eine Delegation unserer Zeitung auf dem Siegertreppchen. Der Ende Mai umgesetzte Relaunch wurde von der Jury des Weltverbands der Zeitungen (Wan-Ifra) mit dem „Print Innovation Award 2019“ ausgezeichnet.

Auch wenn die Nachricht schon vor einigen Wochen die Runde gemacht hatte, war es für die Delegation unserer Zeitung ein besonderer Moment, als Wan-Ifra-Chef Manfred Werfel bei der Berlin Publishing Night verkündete: „Die Silbermedaille in der Kategorie Redesign geht an die Fuldaer Zeitung.“ Lang anhaltender Applaus brandete auf, denn die „Zeitungs-Oscars“ wurden auch in diesem Jahr überwiegend an große Konzerne aus dem Ausland vergeben, vor allem aus Asien. Dementsprechend international waren die mehr als 300 Gäste im „Tipi am Kanzleramt“, dem Veranstaltungsort mitten im Regierungsviertel der Hauptstadt.

Einziger deutscher Preisträger

Aus Fulda nahmen der stellvertretende Chefredakteur Thomas Schafranek und Artdirektorin Hiltrud Thöne den Preis bei dem festlichen Gala-Abend entgegen. Mit in Berlin waren auch Zeitungsdesigner Hans-Peter Janisch sowie die stellvertretende Artdirektorin Lisa Krause und der Leiter der Nachrichten- und Themenredaktion Bernd Loskant. Die Delegation empfand es als besonderen Ritterschlag, dass der Verlag Parzeller bei dem weltweiten Zeitungswettbewerb in der Kategorie „Redesign“ der einzige deutsche Preisträger unter zahlreichen Mitbewerbern aus 23 Ländern war. Gold und Bronze gingen an Verlage aus Warschau und Jakarta.

„So müssen Zeitungen der Zukunft sein“

Von den Repräsentanten des Welt-Zeitungsverbandes Wan-Ifra schwärmte vor allem Margaret Bostanian: „So wie die Fuldaer Zeitung müssen die Zeitungen der Zukunft sein.“ Auf einer Videoleinwand wurden dem internationalen Fachpublikum ausgewählte Titel- und Themenseiten unserer Zeitung aus den vergangenen Monaten gezeigt.

Anerkennung, Ansporn und Bestätigung zugleich

Ifra-Chef Werfel hob den ungebrochenen Innovationsgeist der Branche hervor und erklärte Grundzüge des Fuldaer Konzepts, Nachrichten „auf fundamental neue Art zu präsentieren“. Wer die vielen Innovationen aus der Branche sah, der kam zwangsläufig zu dem Schluss, dass Abgesänge auf die gedruckte Zeitung keinerlei Berechtigung haben. Insbesondere das Zusammenspiel mit digitalen Angeboten nimmt merklich zu – auch bei kleineren Verlagen. Und so sieht Haldun Tuncay, Geschäftsführer des Verlags Parzeller, den Preis vor allem auch als Anerkennung für die klare Ausrichtung der Parzeller-Mediengruppe als Multimedia-Publisher: „Die Auszeichnung zeigt, dass unser Gesamtkonzept gelungen ist. Im Konzert mit Web und App kommen Zeitung und E-Paper als Meinungsmedien mit Hintergrund zur Geltung.“ Die Auszeichnung sei Anerkennung, Ansporn und Bestätigung zugleich.

Mehr Hintergrund, mehr Meinung, mehr Wert

Das neue Konzept unserer Zeitung mit dem Anspruch „Mehr Hintergrund, mehr Meinung, mehr Wert“ war vor dem Start Ende Mai in vielen Monaten von Geschäftsführung, Redaktion und dem renommierten, international tätigen Zeitungsdesigner Hans-Peter Janisch entwickelt und in zahlreichen Leserforen getestet worden. „Unser Anspruch war es, die Relevanz zu erhöhen, uns zu distanzieren von der Beliebigkeit und der Austauschbarkeit der schnelllebigen Nachricht“, erklärt Chefredakteur Michael Tillmann das Ziel des neuen inhaltlichen Konzepts.

An diesem feierlichen Abend in Berlin und auf der zeitgleich stattfindenden Messe „World Publishing Expo 2019“ wurde einmal mehr deutlich, dass es nicht immer die großen Konzerne sind, die den Takt vorgeben und mit Mut und Ideen die Zukunft gestalten. / bt