Oberbürgermeister Wingenfeld präferiert Sozialwohnungen am Horaser Weg

29. Januar 2016
Fulda

Wieder auf Anfang: Das Bauprojekt auf dem Areal der alten Rhön-Möbelfabrik am Horaser Weg sollte eigentlich bald starten. Aber der Kaufvertrag zwischen Eigentümer Aldi und dem oberfränkischen Investor sei nun doch nicht zustandegekommen, sagt Fuldas OB Dr. Heiko Wingenfeld (CDU).

Die Pläne klangen vielversprechend: Von zehn Reihenhäusern war die Rede, von einer Investition von 5,8 Millionen Euro für eine „der schönsten Wohnanlagen Fuldas“. Doch daraus wird nun wohl nichts. Aldi, seit gut zwölf Jahren Eigentümer der denkmalgeschützten Immobilie, hat jetzt offenbar doch nicht verkauft.

Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld sieht diese Situation als „große Chance“. Er macht keinen Hehl daraus, dass er für das Areal eine Wohnbebauung – und kein Gewerbe – favorisiert. „Ich halte das Gelände für ideal, um mit dem neuen Förderprogramm bezahlbare Wohnungen zu schaffen“, sagt Wingenfeld und ergänzt: „Es wäre schön, wenn es uns gelingen könnte, dies eventuell auch in größerem Umfang zu tun.“

Wenngleich der OB nicht konkreter wird, so bedeutet es doch offensichtlich, dass er sich vorstellen kann, an dieser Adresse mehr als nur ein paar Sozialwohnungen zu errichten. Das würde allerdings eine weit größere Fläche erfordern.

Im Prinzip wirft also die klare Präferenz für Wohnnutzung an dieser Stelle zwangsläufig die Frage auf, ob dort, am Fuß des Frauenbergs, der beste Platz für einen Discounter wie Aldi ist. Oder ob der vor zehn Jahren erbaute Einkaufsmarkt heute vielleicht besser im nahen Zentrum des Stadtteils Horas aufgehoben wäre. / lr