Offenes MRT: Al-Hami stellt neues Gerät beim Tag der offenen Tür vor

13. Dezember 2019
FULDA

Für Patienten, die unter Platzangst leiden, kann ein MRT-Termin Stress bedeuten, weil sie für die Untersuchung in eine enge Röhre geschoben werden müssen. Ab kommender Woche nimmt Dr. Samir Al-Hami ein offenes MRT in Betrieb. Das Gerät hat er beim Tag der offenen Tür in seiner Praxis vorgestellt.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Gerlinde Hartmann leidet unter Platzangst. Anfang des Jahres hatte sie einen MRT-Termin, den sie nur wahrnehmen konnte, weil sie ein Beruhigungsmittel einnahm. Sie war gestern eine der Besucherinnen im Neuro Spine Center im Münsterfeld. „Das offene MRT ist für Leute wie mich ideal. Wenn die Krankenkasse mir eine Kostenzusage gewährt, ist die nächste Untersuchung hier eine echte Alternative“, sagte Hartmann.

Eine Million investiert

Etwa eine Million Euro hat Dr. Samir Al-Hami investiert. „Patienten aus unserer Region haben eine weite Anfahrt, wenn sie eine Behandlung in einem offenem MRT wünschen. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall“, erklärte Al-Hami. Um das Gerät vorzustellen, hat er gestern einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Mit der Aktion möchte der Arzt potenzielle Kunden mit dem Gerät vertraut machen und die Vorteile des MRTs aufzeigen. „Der Bedarf ist da. Nach unserer Erfahrung muss man zwei bis drei Monate auf einen Termin warten“, erklärte Al-Hami und betonte, dass die Magnetresonanztomographie (MRT) im Gegensatz zu der Computertomographie strahlenfrei sei.

Viel Aufwand

Der Tag der offenen Tür sei anfangs nicht geplant gewesen. „Die Resonanz war durch die sozialen Netzwerke aber sehr hoch“, sagte Al-Hami, der mit seiner Frau Natalia Vladescu und drei weiteren Mitarbeiterinnen das Gerät im Neuro Spine Center vorstellte. Ein solcher Tag sei mit viel Aufwand verbunden, da im Nachhinein alles gründlich gereinigt werden müsse.

Nur für Privatpatienten

Da Al-Hami kein Radiologe ist, gilt sein Angebot nur für Privatpatienten, für Patienten, die eine Kostenzusage ihrer Krankenkasse mitbringen, und Selbstzahler. „Die Krankenkassen kommen uns aber entgegen. Darüber bin ich selbst überrascht“, sagte der Facharzt für Neurochirurgie, der bereits in der kommenden Woche alle MR-Termine vergeben konnte.

Sein Anspruch ist es, dass seine Patienten innerhalb von einer Woche einen Termin bekommen. „Sollte die Auslastung zu hoch sein, müssen wir nach Alternativen suchen.“

Offenes MRT

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine strahlenfreie Methode, bei der mit Hilfe von starken Magnetfeldern Schichtaufnahmen des Körpers erzeugt werden. Dadurch kann der komplette menschliche Körper abgebildet und Veränderungen an Gewebe oder Organen festgestellt werden.

Ein offenes MRT ist vor allem für Patienten mit Platzangst oder auch Kinder, die für die Untersuchung eine Narkose bekommen müssten, eine Alternative.

Dr. Samir Al-Hami hat aufgrund der Anschaffung des MRTs eine extra Firma gegründet, die MRT Dr. Al-Hami heißt und Teil der Dr. Al-Hami Holding ist. Die Kosten für das MRT-Gerät belaufen sich auf circa eine Millionen Euro.

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