Operette in drei Akten von Leon Jessel und August Neidhart

13. Februar 2019
fulda

Seit mehr als einem Jahrhundert ist Leon Jessels Operette Schwarzwaldmädel ein ungebrochener Kassenschlager. Am Mittwoch, 13. Februar, um 20 Uhr ist sie in einer Inszenierung des Meininger Staatstheaters zu Gast im Schlosstheater Fulda. Auch in der heutigen Zeit sehnt sich der Mensch nach einer heilen Welt mit Harmonie, Naturidyll und Liebe. All das bietet das Schwarzwaldmädel.

Die beliebte Operette „Schwarzwaldmädel” spielt in einem reichen, alemannischen Schwarzwalddorf, das immer mehr Touristen anzieht. Der Organist der Dorfkirche, ein älterer Herr, hat sich in das junge Dienstmädchen Bärbele verliebt. Als zwei Fremde ins Dorf kommen, sieht er bald, dass sie keine normalen Besucher sind, sondern auf der Flucht hier strandeten. Das Libretto beschreibt die Probleme von Ausgrenzung aufgrund von Armut und Herkunft.

Es verwebt diese Motive in eine turbulente Liebesgeschichte rund um die Frage: Was ist gesellschaftlich inakzeptabler – die Liebe zwischen einem jungen Mädchen und einem alten Mann oder die Liebe zwischen einem einheimischen Mädchen und einem Fremden auf der Flucht? Diese Problematik löst sich erst, nachdem die Geschichte am Ende durch das Wunder einer unerwarteten Erbschaft Gleichheit in der Gesellschaft herstellt.

Die Operette „Schwarzwaldmädel” steht in der Tradition der großen Liebesoperetten des 19. Jahrhunderts. Jessel erweist sich in diesem Singspiel als Komponist von Rang, als Könner, der mit Fantasie und Geschmack liebenswerte Melodien schafft, die in der Opernwelt als Ohrwürmer gelten. Die Spieldauer beläuft sich auf circa zwei Stunden plus Pause. / mlo

Tickets zum Preis von 9 bis 27 Euro sind erhältlich im Theaterbüro, Schlossstraße 5, unter Telefon (0661) 102-1483. Online-Buchungen können unter www.schlosstheater-fulda.de vorgenommen werden.