Pächter sammeln fast 2000 Unterschriften zum Erhalt der Milseburghütte

14. Oktober 2015

Fast 2000 Unterschriften hat das Pächterehepaar Wolfgang und Patrizia Kümpel seit Anfang September gesammelt. Die Unterzeichner fordern den Rhönklub-Hauptvorstand auf, den Abriss der Milseburghütte zu verhindern und umgehend eine Sanierung zu beginnen.

Die Hütte und deren besonderen Flair schätzen die regelmäßigen Besucher und wollen dies erhalten. Sie initiierten die Aktion. Seit gut einem Jahr ist das Thema Sanierung oder Neubau der Rhönklub-Hütte im Gespräch. Denn Teile des 131 Jahre alten Gebäudes sind marode.

Dass etwas gemacht werden muss, bestreitet niemand. Doch dem Pächterehepaar geht alles viel zu langsam. „Der Winter wird für uns ganz schwierig“, sagt Kümpel. Die Außenwände sind marode und werden feucht. Eine Wärmedämmung wäre unbedingt notwendig. „Wir kriegen im Winter die Hütte nur noch schwer warm“, erzählt Kümpel.

Bei seiner Forderung nach einer Sanierung bezieht sich Wolfgang Kümpel auf den Innungsmeister Stefan Rehm aus Lahrbach. „Der Zimmermeister war hier oben und hat das Holz untersucht.“ Nach seiner Aussage seien die Wände problemlos und relativ schnell zu sanieren. „Wir wollen auch keine Flickschusterei“, sagt Kümpel. „Aber das Dach, der Fußboden, der Anbau und die Küche sind in Ordnung. Warum sollte man dann komplett neu bauen und zusätzlich Geld ausgeben?“ fragt er.

Am Montag, 16. November sollen die Unterschriftenlisten an den Rhönklub-Präsidenten Jürgen Reinhardt, Landrat Bernd Woide und den Bürgermeister von Hofbieber, Markus Röder (parteilos) übergeben werden. / ic

Lesen Sie hier mehr zum Thema:

„Die Seele der Rhön“: Kreistag und Landrat Woide bekennen sich zu Milseburghütte

Unterschriftenaktion zum Erhalt gestartet: Pächterehepaar will Milseburghütte sanieren

Milseburghütte ist baufällig: Sanierung, Abriss oder Neubau?

Nicht das Ende für die Milseburghütte? Präsident will Abriss verhindern

Rhönklub erwägt Aufgabe: Sind Tage der Milseburghütte gezählt?