Die unendliche Geschichte: Kindergarten-Neubau verzögert sich

25. November 2019
Dipperz

Der Neubau des Kindergartens in Dipperz war wieder Thema in der Gemeindevertretung. Er spaltet mittlerweile die Mitglieder des Parlaments und zieht sich seit fast eineinhalb Jahren hin.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

In der jüngsten Sitzung kam es zur Auseinandersetzung zwischen Bürgermeister-Kandidat Mark Henkel (CDU) und Bürgermeister Klaus Dieter Vogler (parteilos). Henkel warf Vogler vor, er habe keine Förderanträge für den Kita-Neubau im Juni gestellt und deshalb Geld verschenkt. „Wir sind nicht informiert worden“, lautete sein Vorwurf.

Der Rathauschef erwiderte, er habe in mehreren öffentlichen und nicht-öffentlichen Sitzungen auf die mögliche Förderung hingewiesen. Zusätzlich aber auch über die Probleme informiert, dass es bis heute keine baureife Planung gebe und dies einen Förderantrag erschwere.

Laut Henkel 1,5 Millionen Euro Fördersumme

Henkel sagte, es gehe um eine Fördersumme von 1,5 Millionen Euro. „Hätten wir das gewusst, hätten wir einem Neubau am Gassenfeld zugestimmt.“

„Das ist frech“, antwortete der Bürgermeister. Er fragte Henkel, wie er auf diese Summe komme. Denn das Land Hessen fördere den Bau jeder Gruppe mit 300.000 Euro. Wenn zwei Gruppen gebaut werden, wie geplant, seien es 600.000 Euro, erklärte Vogler.

Es fehlen Kindergartenplätze

In Dipperz fehlen Kindergartenplätze. Das steht seit mehr als zwei Jahren fest. Deshalb soll neu gebaut werden. Zunächst war das Gassenfeld in der Nähe der Kita Rhönzwerge im Gespräch, doch die Gemeindevertretung entschied sich mit der CDU-Mehrheit für ein Standort am Kreisel als Mehrgenerationenprojekt.

Die Ausnahmegenehmigung für die vierte Gruppe, die provisorisch in der Kita Rhönzwerge untergebracht ist, läuft Ende des Jahres aus. Es habe ein Gespräch mit dem zuständigen Fachdienst des Landkreises stattgefunden, sagte Vogler. Dort sei der Gemeinde signalisiert worden, dass eine Fristverlängerung bis spätestens August 2021 möglich sei.

Entscheidung bis zum 12. Dezember

„Was, wenn bis dahin nicht gebaut ist?“ fragte Klaus Mader von der Bürgerliste Dipperz. Sein Fraktionskollege Franz Seidel sagte, dann müsste eine Containerlösung umgesetzt werden, die zusätzlich Geld kostet. Er selbst hält den Standort am Kreisel für nicht gut. Denn in der Nähe der bestehenden Kita Rhönzwerge hätte es Synergie-Effekte gegeben.

Doch gebaut werden soll am Kreisel. Doch noch ist die Gemeinde nicht im Besitz der Grundstücke. Ein Notartermin ist für Ende des Monats geplant, sagte der Bürgermeister. Der Investor könnte erst mit seinem Projekt beginnen, wenn die Gemeinde Eigentümer sei, erklärte Daniel Mans (CDU).

Bis zur nächsten Sitzung am 12. Dezember hoffen alle Beteiligten, dass es in Sachen Kita-Bau neue Informationen gibt.

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