Neue neben alten Masten: Stromtrasse über Dipperz ist wahrscheinlich

10. September 2017
Fulda/Dipperz

Die Diskussion um den Ausbau der Stromübertragungsnetze dreht sich in Osthessen vor allem um die Nord-Süd-Trasse Suedlink, die unterirdisch verlegt werden soll. Doch die Region wird auch von einer oberirdisch gebauten Trasse über Dipperz getroffen werden.

„Der Bundestag hat sich festgelegt: Er will entweder die Leitung P43 von Mecklar über Dipperz nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt bauen lassen oder als Alternative die Leitung P43mod von Mecklar über Dipperz nach Urberach bei Hanau“, erklärt Dr. Markus Doll, Referatsleiter für die Bedarfsermittlung bei der Bundesnetzagentur.

In jedem Fall werde die neue, oberirdische Trasse also durch den Kreis Fulda gebaut. „Ende dieses Jahres werden wir dem Bundestag eine Trasse empfehlen. Nach jetzigem Stand der Dinge sind beide gleichwertig. Eine der beiden Trassen muss aber gebaut werden“, sagt Doll.

Viele Kräfte der Bundesnetzagentur waren am Dienstag in Fulda, um mit Bürgern sowie den Vertretern von Bürger- und Umweltinitiativen über den Netzentwicklungsplan zu sprechen. Einen ausführlicheren Bericht zur oberirdischen Stromtrasse durch den Kries sowie zur Suedlink-Trasse lesen Sie in der Mittwochausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper. / vn

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Der Streit zwischen Hessen und Thüringen zum Verlauf der geplanten Stromtrasse Suedlink spitzt sich zu. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kritisierte die Erfurter Landesregierung: Ihr Vorschlag zum Verlauf der Leitung, die Windenergie von Nord- nach Süddeutschland bringen soll, sei nicht sachgerecht.

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