Bergung im unwegsamen Gelände: 64-Jähriger bei Baumfällarbeiten in der Rhön schwer verletzt

07. Januar 2020
Ehrenberg

Bei Bäumfallarbeiten in der Rhön bei Ehrenberg-Thaiden hat sich am Dienstagnachmittag ein 64-jähriger Mann aus der Großgemeinde Ehrenberg schwer verletzt. Bergwacht, Feuerwehr, Notarzt und Polizei hatten Probleme zu der tief im Gelände liegenden Unfallstelle vorzudringen. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte in der Rhön nebliges Wetter mit geringen Sichtweiten.

Per Einsatzmeldung hatte die Leitstelle in Fulda die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „eingeklemmte/verschüttete Person“ zu dem Forstunfall in Ehrenberg-Thaiden alarmiert. Nach ersten Erkenntnisse wurde dort im Gelände eine Person bei Baumfällarbeiten schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt, wie ein Polizeisprecher in Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte.

Rettungskräfte fahren mit Traktor mit

Nach Angaben der Polizei waren im Wald, etwa 400 Meter von der nächsten Straße entfernt, wohl Teile eines Baumes auf den Mann gefallen. Eine weitere männliche Person war zugegen, die den Notruf absetzte. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr barg die Bergwacht der Wasserkuppe den Verunglückten. Dazu wurden die Rettungskräfte auch mit Traktoren zu der Unfallstelle gefahren, die nur über schlammige Wege erreichbar war. Dazu musste erst ein Feldweg und dann ein Wiesenweg passiert werden.

Währenddessen verblieben die meisten der 54 Rettungskräfte bei der eingerichteten Bereitstellung in Nähe der Kirche in Thaiden. Auch Gemeindebrandinspektor Stefan Faulstich war dabei vor Ort. Wie Philipp Müller, Einsatzleiter der Bergwacht, gegenüber unserer Zeitung erklärte, war dem Mann „ein etwa 20 Zentimeter dicker Ast aus nicht mehr ermittelbarer Höhe auf den Kopf gefallen“. Ob der Verunglückte, der mit dem anderen Mann im Wald gearbeitet hatte, einen Helm getragen hatte, konnte die Bergwacht nicht sagen.

Bergung mit Sommergebirgstrage

Mit einem Rettungswagen wurde der schwer Verletzte in das Klinikum nach Fulda gefahren. Vermutlich erlitt der Mann ein Schädelhirntrauma. Beim Eintreffen der Rettungskräfte – zuerst war der Rettungsdienst aus Dietges vor Ort – war der Mann ansprechbar. Die Bergwacht brachte ihn mit einer so genannten Sommergebirgstrage an den Waldrand. Mit einem geländegängigen T5 der Bergwacht wurde er dann von der dort zur Straße gefahren, wo ein Rettungswagen bereit stand. / sar

Ermittlungsverfahren eingestellt: Drei gestohlene Traktoren im Wert von 280.000 Euro verschwunden

Diese Tat ließ im Mai 2018 aufhorchen: Drei Traktoren im Wert von insgesamt 280.000 Euro waren damals nachts vom Landmaschinenhändler Raiffeisen in Petersberg gestohlen worden. Die Tat muss laut Polizei geplant und Profis am Werk gewesen sein. Die Ermittlungen führten bisher aber zu keinen Ergebnissen. Das Ermittlungsverfahren wurde jetzt eingestellt.

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