Fünf Gersfelder Firmen im Wettbewerb um den hessischen Gründerpreis – Fokus auf Regionalität

19. Juli 2019
Gersfeld

Gersfeld ist die heimliche Hauptstadt der Betriebsgründer. Gleich fünf Firmen nehmen am Wettbewerb zum hessischen Gründerpreis teil. Zwei davon, die Eisheiligen aus Hettenhausen und der Gasthof Fuldaquelle aus Obernhausen haben es ins Halbfinale geschafft.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Im Vergleich zur Einwohnerzahl habe Gersfeld die meisten Gründerfirmen, sagt Dieter Brust, der Pressesprecher des Wettbewerbs Hessischer Gründerpreis. „Insgesamt haben sich in diesem Jahr 151 Betriebe beteiligt. Ein Rekord“, sagt Brust.

Teilnehmen dürfe Firmen, die maximal fünf Jahre alt sind, und sie sollten etwas besonders produzieren oder etwas Besonderes machen, was sie abhebt. Die Firma Die Eisheiligen aus Hettenhausen setzt auf Nachhaltigkeit. Das Eis, das sie verkaufen, „ist ohne künstliche Zusatzstoffe oder anderen Quatsch“, sagt Gründer Michel Günther.

Regionalität hat eine besondere Bedeutung

Das Eis bekommt man mittlerweile auch in Fulda, ansonsten bieten sehr viele Gasthöfe und Restaurants die Eiskreationen aus Hettenhausen an. Die gibt es auch im Genussgasthof Fuldaquelle in Obernhausen. Thomas Brell hat das Haus von seinen Eltern übernommen, mittlerweile führt sein Sohn Oliver Restaurant und Hotel.

„Wir wollen die Gatronomie nicht neu erfinden“, sagt er. „Es geht darum, dass der Gast die Regionalität, also die Rhön erleben kann“. Und so gibt es zum Beispiel eine Mundart-Speisekarte.

Rhöner Ausflugstipps per App

Ein Stück Rhön wollen auch die Rhönreiter den Gästen vermitteln, wenn sie auf dem Rücken der Vierbeiner Touren unternehmen. „Es soll ein Ausstieg auf Zeit sein“, erklärt Maria Karadoukas, die zusammen mit Laszlo Koller den Betrieb in Gichenbach betreibt. Sie wollen Kultur, Kulinarik, Abenteuer und die Spezialitäten und Besonderheiten der Region verbinden und dem Gast zeigen.

Udo und Uta Weinig haben den elterlichen Betrieb in Gersfeld vor vier Jahren übernommen und alles umgekrempelt. Jetzt ist das Haus Pension und Seminarhaus. Unter dem Motto „Innovation und Tradition“ versuchen sie Gäste zu gewinnen und vor allem für die Rhön zu begeistern. Dazu gehört auch das Herausstellen der Regionalität. Die beiden verkaufen zum Beispiel selbstgemachte Marmelade. Der fünfte im Bunde ist Steffen Dietrich. Er bietet mit der Rhöner Heimat eine spezielle App für die Rhön an. Dort zu finden sind Tipps für Ausflüge, Einkaufen, Sehenswürdigkeiten und Freizeit.

Weitere Details erfahren Sie in der Samstags-Printausgabe der Fuldaer Zeitung.