Bürgermeisterwahl Hilders: Hubert Blum tritt nicht mehr an

30. Dezember 2019
Hilders

Überraschung zum Jahresende: Der Hilderser Bürgermeister Hubert Blum (SPD) tritt bei der anstehenden Wahl Ende des Jahres 2020 nicht mehr an. Das hat der 59-Jährige am Montag den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und den Gemeindevertretern mitgeteilt.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Blum ist seit 2003 Bürgermeister der Marktgemeinde. Er hatte am 28. Oktober 2002 überraschend gegen den damaligen Amtsinhaber Lothar Klüber (CDU) gesiegt. Seitdem ist Blum zweimal wiedergewählt worden – jedes Mal mit mehr als 90 Prozent der Stimmen.

In seiner Pressemitteilung schreibt er: „Meine jetzige Amtszeit endet am 15.04.2021. In den letzten Monaten habe ich mich sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, ob ich mich noch einmal zur Wahl stelle. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Nach vielen Gesprächen und Gedanken zu diesem Thema habe ich nun aus persönlichen Gründen den Entschluss gefasst, nach über 30 Jahren Kommunalpolitik, davon 12 Jahre ehrenamtliche und dann 18 Jahre hauptamtliche Tätigkeit, nicht mehr zu kandidieren. An dieser Stelle danke ich allen kommunalpolitisch Tätigen, die meinen Weg in den letzten Jahren begleitet haben, für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.“

Politische Miteinander läuft gut

Dass er nicht mehr antritt, habe nichts mit der Gemeindepolitik zu tun. Im Gegenteil: Das politische Miteinander laufe in Hilders sowohl in der Gemeindevertretung als auch im Vorstand sehr gut und sei konstruktiv. Die Gemeinde profitiere davon. Finanziell stehe Hilders seit vielen Jahren gut da, und es hätten viele Projekte realisiert werden können.

Blum habe lange abgewogen, ob er nochmals zur Bürgermeisterwahl antreten wolle, und sei zum Ergebnis gekommen, nicht mehr zu kandidieren.

Hubert Blum, Vater von zwei erwachsenen Söhnen, will mehr Zeit für die Familie, für seine Ehefrau und auch für seine beiden kleinen Enkelinnen, die vier und ein Jahr alt sind, aufbringen. „Ich habe den privaten Bereich stark vernachlässigt“, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Das Amt eines Bürgermeisters sei sehr zeitintensiv. Und zuvor sei er als Geschäftsstellenleiter der TK-Krankenkasse in Hannover lange zwischen Hilders und Hannover gependelt.

Nachfolger wird gesucht

Mit der frühzeitigen Mitteilung, dass er nicht mehr zur Bürgermeisterwahl antritt, will er auch den Fraktionen die notwendige Zeit geben, um sich nach einem geeigneten Nachfolger umzuschauen.

Für ihn stehen jetzt noch gut 16 Monate an, in denen es gelte, Hilders weiterzuentwickeln und voranzubringen.

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