Gemeinde übernimmt: Ab April zieht sich Rhönklub von Milseburghütte zurück

14. März 2018
Hofbieber

Der Gemeinde Hofbieber gehört mit Wirkung vom 1. April die Milseburghütte. Mit dem bisherigen Betreiber, dem Rhönklub, wird ein Auflösungsvertrag geschlossen. Dies beschloss die Gemeindevertretung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Auslöser dafür, dass sich der Rhönklub von dem Gebäude trennen will, sind die Umbaupläne. Die 134 Jahre alte Milseburghütte ist stark renovierungsbedürftig. Sie soll deshalb nicht nur saniert, sondern teilweise neu aufgebaut werden. Da viele Rhönklub-Zweigvereine, vor allen die aus Thüringen und Bayern, sich nicht an einer Finanzierung beteiligen wollten, hat sich der Rhönklub-Hauptvorstand zu der Trennung entschlossen, die bei der Hauptversammlung im Sommer 2017 beschlossen wurde. Nur etwa ein Fünftel der Delegierten stimmte gegen die Pläne des Hauptvorstandes.

Geplanter Umbau zu teuer: Rhönklub will Milseburghütte loswerden

Der Rhönklub will die Milseburghütte, die sich in seinem Besitz befindet, abgeben. Dies hat die Hauptversammlung am gestrigen Sonntag in Oberelsbach mit großer Mehrheit beschlossen.

„Das bisherige Dreiecksverhältnis Gemeinde als Eigentümerin, Rhönklub als Betreiber und dem Pächter wird jetzt neu geordnet, sagte Bürgermeister Markus Röder (parteilos). Die Gemeinde ist künftig Eigentümerin und Betreiberin und verpachtet die Hütte. Dies sei wichtig, um die „Seele der Rhön“, wie er die Hütte nannte, weiterentwickeln zu können. Es sei eine Arbeitsgruppe im Gemeindevorstand gebildet worden, um den Weiterbetrieb der Hütte zu gewährleisten, sagte Röder. „Wir sind jetzt in der Verantwortung“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Toni Kaufmann.

In Kreistagssitzungen im vergangenen Jahr machten sowohl die CDU-Mehrheitsfraktion als auch Landrat Bernd Woide (CDU) deutlich, dass der Landkreis mit der Gemeinde Hofbieber zusammen die notwendige Sanierung und den Teilneubau vorantreiben wollen. Der Landkreis werde dabei die Bemühungen koordinieren und Fördermittel organisieren, erläuterte Woide.

Wie es jetzt mit einem möglichen Neubau weitergeht, steht noch nicht fest. Vieles hängt davon ab, ob eine Bohrung erlaubt wird. Ist dies der Fall könnten Ver- und Entsorgungsleitungen, also Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen bis zur Hütte in etwa 800 Meter Höhe unterirdisch gelegt werden. Danach könnte mit den Planungen begonnen werden. Dafür stehen im Haushalt der Gemeinde insgesamt 400 000 Euro zur Verfügung.

Einen ausführlicheren Bericht, zum Beispiel mit der Einschätzung des Pächters der Hütte und der Einschätzung der Pressesprecherin des Landkreises Fulda, lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.