Unfall im Chemieraum – Einsatz mit 100 Feuerwehrleuten am Schloss Bieberstein

11. Februar 2020
Hofbieber

Ein Chemie-Unfall hat sich an der Herrmann-Lietz-Schule auf Schloss Bieberstein ereignet. Laut Schulleiter Michael Meister wurden vier Personen nach Fulda ins Krankenhaus gebracht.

Zwei Lehrer und zwei Mitarbeiter des Internats hatten in einem der Chemieräume Alt-Chemikalien entsorgen wollen. Vermutlich seien Stoffe miteinander in Verbindung gebracht worden, die reagiert hätten, so der Schulleiter.

Dabei kam es zu einer hörbaren Reaktion mit ätzenden Dämpfen und starker Geruchsentwicklung.

Der Hausmeister des Internats alarmierte gegen 12.15 Uhr die Einsatzkräfte der Feuerwehr. „Die Feuerwehr war etwa zehn Minuten später vor Ort. In der Zwischenzeit hatten unsere Lehrkräfte die Schüler der umliegenden Wohnbereiche bereits evakuiert“, erklärt Internats- und Schulleiter Michael Meister auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zwölf Personen beteiligt

Die restlichen Schüler seien im Schloss verblieben. Unterricht habe zum Zeitpunkt des Unfalls nicht stattgefunden, da die Schule momentan eine Projektwoche veranstaltet.

Laut Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer seien insgesamt zwölf Personen beteiligt gewesen. Diese zwölf Personen hätten unter Reizung der Atemwege geklagt. Neben den Lehrkräften und den Mitarbeitern waren acht Schüler in einem Nebenraum.

Zwei Lehrer und zwei Schüler im Krankenhaus

Die Rettungskräfte versorgten die Beteiligten zunächst in der Kapelle, bevor vier von ihnen – davon zwei Lehrerinnen im Alter von 28 und 48 Jahren und zwei Schülerinnen im Alter von 18 und 20 Jahren – wegen Reizung der Atemwege in die umliegenden Krankenhäuser gebracht wurden.

100 Einsatzkräfte vor Ort

Die Restchemikalien wurden ins Freie gebracht und von einer externen Fachfirma abgeholt. Außerdem wurden die drei Chemieräume aufgrund der Verpuffung belüftet und es wurden Messungen vorgenommen. Dabei konnte keine gefährliche Konzentration festgestellt werden. Am Nachmittag kamen zudem Arbeitsschutzspezialisten des Regierungspräsidiums Kassel hinzu, die prüfen, ob weiterhin Gefahr besteht.

Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte vor Ort. Gegen 15 Uhr war der Einsatz beendet. / akh, mal, ic

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