Kölnerin schreibt Roman – inspiriert von der Rhön

19. Oktober 2019
Wüstensachsen

„Es ist wohl die erste romantische Komödie, die in der Rhön spielt“, beschreibt Daniela Nagel ihren neuen Roman. Er wird gerade auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Aber die Autorin liest am Sonntag, 20. Oktober, ab 18 Uhr in der Schäferei Weckbach in Wüstensachsen aus ihrem neuen Werk „Der kleine Buchladen der guten Wünsche“.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Die Kölnerin Daniela Nagel hat einen besonderen Bezug zur Rhön. Seit 17 Jahren verbringt sie mit Ehemann und fünf Kindern ihren Urlaub im Heufelder Hof oberhalb von Wüstensachsen. Sie sagt, „es ist wie ein zweites Zuhause“ geworden.

Und sie hat sich nach so vielen Jahren Urlaub in der Rhön von dieser Landschaft für ihren neuen Roman beeinflussen lassen. „Das lag in der Luft“, sagte sie. „Die Leute in Wüstensachsen haben schon immer gefragt, wann ich etwas über meine zweite Heimat schreiben will“, sagt sie.

Rhöner Orte tauchen im Roman auf

Jetzt ist es so weit. In dem neuen Roman tauchen einige bekannte Orte wie Point Alpha, das Rote Moor, die Ulsterquelle oder der Holzberghof auf, auch Schäfer Weckbach ist mit von der Partie. Die Dörfer sind allerdings fiktiv. Heufeld heißt der Hauptort. Da hat sie sich vom Heufelder Hof inspirieren lassen. Auch der Buchladen im neuen Roman hat Ähnlichkeiten mit dem Hof.

Worum geht es?

Die Buchhändlerin und überzeugte Großstädterin Josefine liebt ihren Beruf. Für Urlaub hat sie keine Zeit. Ihre schönsten Ferien hat sie bei ihrer Tante Hilde in der Rhön verbracht. Aber das ist schon lange her. Doch nachdem die Tante gestorben ist, fährt Josefine in die Rhön zurück. Denn sie hat den Buchladen von der Tante geerbt. Damit wird Josefine wieder in die wunderschöne ländliche Gegend katapultiert, die sie aus ihrer Jugend kennt, und in der sie jemanden wiedertrifft, der ihr Herz schon als Kind berührt hat. Es ist der junge Imker Johannes, mit dem sie über ihre Tante auf schicksalhafte Weise verbunden ist. Mehr verrät Daniela Nagel nicht. Wer mehr erfahren will, sollte morgen bei freiem Eintritt in die Schäferei kommen oder sich das Buch kaufen.

Dankeschön an die Bücherei

Die Lesung ist ein Dankeschön an Wüstensachsen und die Bücherei. Denn dort war die heute 42-Jährige, als sie noch nicht bekannt war, regelmäßiger Gast und hat für sich und ihre Kinder Bücher ausgeliehen.

Mittlerweile hat Nagel so viele Bücher veröffentlicht, dass sie ihren neuen Roman unter dem Pseudonym Marie Adams schreibt. Sie sagt, Daniela Nagel werde mit Erziehungs- und Familienbüchern in Verbindung gebracht. Mit „Das Leben ist kein Kindergeburtstag“, „Fünf Kinder – Sie Ärmste“ oder „Irgendwas ist immer“ ist sie bekannt geworden. Deshalb hat ihr Verlag Blanvalet, der zu Random House gehört, vorgeschlagen, sie solle unter Marie Adams schreiben. „Der kleine Buchladen der guten Wünsche“ ist der dritte Roman, den sie unter ihrem Pseudonym herausgebracht hat.

Jetzt ist Urlaub angesagt

Doch jetzt ist, mit Ausnahme der Lesung, Urlaub angesagt: Seit Sonntag ist sie in Wüstensachsen. Mit ihrem Mann und den Kindern wird gewandert und die Schönheiten der Rhön erkundet. Denn hier gefällt es ihr so gut, dass sie nicht nur einen Roman über die Rhön geschrieben hat. Sie sagt: „Wenn ich woanders als in Köln leben müsste – dann hier.“

Marie Adams: Der kleine Buchladen der guten Wünsche, Blanvalet, 10 Euro. Ab 28. Oktober erhältlich.