Milseburghütte ist baufällig: Sanierung, Abriss oder Neubau?

25. August 2015
Hofbieber

Die Milseburghütte liegt am Wegekreuz vieler Wanderwege und hat zusätzlich dadurch, dass die Milseburg eine der meistbesuchten Berge der Region ist, touristisch gesehen eine besondere Bedeutung für die Rhön. Aber sie ist baufällig. Wie es mit der Hütte weitergehen soll, besprachen deshalb der Rhönklubpräsident und der Geschäftsführer des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön.

Die tragenden Balken sind weitgehend verrottet, wie sich herausstellte, als die Wände geöffnet wurden. Die Toilettenanlagen bedürfen einer Erneuerung, und auch die Frage der Ver- und Entsorgung stellt sich. Denn es gibt weder fließendes Wasser noch Strom und auch keinen Abwasseranschluss: An der Milseburghütte besteht dringender Handlungsbedarf.

Rhönklubpräsident Jürgen Reinhard und der Geschäftsführer des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön, Martin Kremer, tauschten sich deshalb auf der Wasserkuppe aus, wie es mit der 1883/84 erbauten Milseburghütte weitergehen könnte, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ob nun eine umfassende Sanierung oder aber ein Abriss und Neubau der in die Jahre gekommenen Hütte angestrebt werden soll, ist noch nicht entschieden. Fest steht jedoch, dass die Hütte nicht bleiben kann, wie sie momentan ist, denn mit Blick auf behördliche Auflagen und EU-Standards wird ihr Betrieb immer schwieriger. Beim Rhönklub sei man sich aber darüber bewusst, dass man diese Herausforderungen nicht ohne Unterstützung bewältigen kann.

Touristisch besondere Bedeutung für die Rhön

Kremer verweist darauf, dass die Milseburghütte am Wegekreuz zahlreicher Fernwanderwege liegt und damit touristisch eine besondere Bedeutung für die Rhön hat. Neben der Wasserkuppe ist die Milseburg wohl der am stärksten besuchte Berg der Hessischen Rhön. Im Regionalentwicklungskonzept der Rhön ist die Milseburghütte als „Sanierungsfall“ explizit genannt.

Kremer geht daher davon aus, dass eine LEADER-Förderung im unteren sechsstelligen Bereich möglich sein könnte. Hier gilt es nun, Wege zu finden, wie mit öffentlichen Fördergeldern, der Einbindung der Gemeinde Hofbieber als Eigentümer und dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital des Rhönklubs die „Herausforderung Milseburg“ bewältigt werden kann. Hierzu sind weitere Gespräche mit Politik und Verwaltung geplant. / len

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