Umzüge in Gersfeld, Thalau, Wiesen und Hilders trotzen dem Wetter

04. März 2019
RHÖN

In Fulda wurde der Umzug abgesagt – aber in der Rhön trotzten die Narren dem Wetter. In Gersfeld, Thalau, Wiesen und Hilders fanden die Rosenmontagszüge statt.

In GERSFELD fiel die Entscheidung pro Zug erst wenige Minuten vor dem geplanten Beginn – die Organisatoren der Karnevalsgesellschaft Gersfeld verfolgten die Wettermeldungen stetig. Um 14 Uhr wurde der Startschuss gegeben und 26 Zugnummern mit rund 500 Aktiven setzten sich in Bewegung, um von Schulviertel aus in Richtung Marktplatz zu ziehen. Auch der Karnevalverein Poppenhausen war dabei: Die Narren aus der Nachbargemeinde wollten eigentlich in Fulda mitlaufen, sagten dann wegen der dortigen Absage in Gersfeld spontan zu und verteilten dort leckere Kräppel.

In THALAU war Petrus den Karnevalisten hold – zum Start des Umzugs um 13.30 Uhr schien sogar die Sonne. 17 Zugnummern mit 300 Aktiven zogen durch das Dorf, angeführt vom Prinzenwagen von Prinz Tobias und Prinzessin Melissa vom Carneval Club Thalau. Das Motto lautete Safari – entsprechend viele Tier- und Jägerkostüme waren am Straßenrand zu sehen.

Traditionell kümmert sich der Sportclub in WIESEN um die Gestaltung der tollen Tage, die auch in diesem Jahr mit dem Rosenmontagsumzug ihren Abschluss fanden. Angesichts des schlechten Wetters ließen es sich die Wiesener nicht nehmen, ihren Umzug mit herrlichen Wagen und Fußgruppen zu starten und auch im Dorfgemeinschaftshaus mit einem närrischen Treiben zu beenden. So waren die Kindergruppen „Minis“ und „die wilden Hühner“ in ihren Kostümen zu bewundern. Die Nordic-Walking-Gruppe wies mit einem herrlich gestalteten Wagen auf die Wichtigkeit der Bienen hin, während sich die Frauengruppe in ihren Wellnessurlaub nach Bayern aufmachte. Auch Weinkönigin Patricia Nensel ließ es sich nicht nehmen, den stimmungsgeladenen Umzug mit zu gestalten. Der Männergesangverein Wiesen-Traisbach verwies mit Stolz auf seine Entscheidung, „nun auch Frauen mitsingen zu lassen“, während die Sportschützen aus Traisbach auf ihre Erfolge verwiesen. Letztendlich war es die Theatergruppe Wiesen, die mit einer Bühnenszene auf ihre Theaterabende im DGH hinwies.

Dass der Rosenmontagsumzug in HILDERS sich großer Beliebtheit erfreut, zeigte auch in diesem Jahr wieder die enorm große Besucherzahl in einer der Fastnachtshochburgen im Landkreis Fulda. Der Wettergott spielte bis kurz vor Veranstaltungsende mit, denn Sonne, Wolken und ein bisschen Wind wechselten sich ab. Erst kurz vor Schluss setzte der Regen ein. Zahlreiche Motivwagen mit tollen Beiträgen aus Hilders und benachbarten Gemeinden und farbenfrohe Fußgruppen mit vielfältigen närrischen Themen sorgten für ein buntes Bild in den Hilderser Straßen. Über allen thronten am Ende des Umzugs Prinz „Domenik der Kreative von Stein & Pflaster“ und Prinzessin „Sarah mit Zug zur Energie“ auf dem Prinzenwagen der HFG. Weitere schöne und phantasievolle Motivwagen aus Ehrenberg, dem Scheppenbachtal mit Prinzenwagen, Trommel- und Fanfarenzug und SFG-Tanzgruppen, dem benachbarten thüringischen Oberweid und sogar aus dem Hofbieberer Ortsteil Niederbieber sorgten für einen tollen und farbenprächtigen Umzug, der vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde. So waren auch in diesem Jahr unter vielen anderen und bereits zum 20. Mal die „Struthof-Connection“ mit der Nachstellung eines Rhöner Schlachtfestes unter der Leitidee „Mir gehen in die Wurscht“, die Bolzkapelle im Rahmen ihres 10-jährigen Mitmachens mit Ihrem Beitrag „Hopfen & Malz – Gott erhalt’s“, die „Bahnhofsmission“ Wüstensachsen mit „Goldrausch im Ulstertal “, der Licher Club mit seinem Motto „Hilders blüht“ oder auch der Elferrat mit seinem „Makita-Radio“ und nicht zuletzt die Abordnungen der Hilderser Märkte, wie Neukauf und Rewe, mit von der Partie. / fje, aha, kir