Unterirdische Leitung bis zur Milseburghütte?

13. Juli 2016
Danzwiesen

„Still ruht der See“ – mit diesem Bild kennzeichnete Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt die Situation beim Umbau der Milseburg-Hütte während der Hauptversammlung. Doch es tut sich mittlerweile einiges. Es gibt Pläne, die Versorgungsleitungen unterirdisch zur Hütte zu verlegen.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Dazu soll eine Bohrung durchgeführt werden. Ob überhaupt gebohrt werden darf, muss die Obere Naturschutzbehörde entscheiden. „Es handelt sich bei der Milseburg um ein ganz sensibles Naturschutzgebiet“, erklärt Landrat Bernd Woide (CDU). Deshalb habe die Behörde das letzte Wort. Um die Entscheidungsfindung zu erleichtern, hat der Kreis, der die Vorarbeiten koordiniert, Untersuchungen in Auftrag gegeben.

Eine 280 Meter lange Bohrung von Danzwiesen bis zur Hütte würde Klarheit bringen. „Das Gestein ist problematisch, es handelt sich um ein besonderes Geotop. Wir wissen nicht, ob eine unterirdische Verlegung möglich ist“, sagt Bruno Günkel von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Pächterehepaar: Aktuell kein Winterbetrieb möglich

Sollte die Naturschutzbehörde grünes Licht für die Bohrung geben und wäre sie erfolgreich, könnten die Leitungen vom Ringwall bis zur Hütte verlegt werden. Dann ginge alles sehr schnell. Ungeduldig wird mittlerweile das Pächterehepaar Wolfgang und Patrizia Kümpel.

„Wir wollen, dass schnell eine Lösung gefunden wird“, sagen sie. Unter den aktuellen Zuständen sei ein Winterbetrieb nicht möglich. „Wir werden die Hütte in der kalten Jahreszeit zwei oder drei Monate schließen, denn wir kriegen die Räume nicht mehr warm. Das ist den Gästen nicht zuzumuten“, sagen die Kümpels.