Rhönklub erwägt Aufgabe: Sind Tage der Milseburghütte gezählt?

28. Juni 2015
Bad Bocklet/Milseburg

Die 131 Jahr alte Milseburghütte muss dringend saniert werden, doch in welchem Umfang, das ist bislang nicht klar. Bauzustandsuntersuchungen sollen Aufschluss geben. Derzeit gibt es auch Überlegungen, die Hütte aufzugeben. Das erklärte der Rhönklub beim Treffen in Bad Bocklet.

Die Milseburghütte und deren Zukunft werde in der Delegiertenversammlung ein Thema sein, sagte der Fuldaer Jürgen Reinhardt, seit 2014 neu gewählter Rhönklub-Präsident. Die Hütte befindet sich im Eigentum des Hauptvorstandes, das Grundstück gehört der Gemeinde Hofbieber. Die 131 Jahr alte Hütte ist beliebt bei Wanderern, auch Bundespräsident Horst Köhler trug sich zum Beispiel schon ins Hüttenbuch ein.

Reinhardt gab zu bedenken, dass die Milseburghütte sich nicht nur in einem Naturschutzgebiet befindet, sondern auch in unwegsamen Gelände. „Das größte Fahrzeug, das die Hütte erreichen kann, ist ein Unimog. Es gibt keinen Wasseranschluss und keine Abwasserentsorgung. Die Stromversorgung können wir über Solarzellen in den Griff bekommen. So werden durchaus auch Überlegungen angestellt, die Hütte aufzugeben“, erläuterte Reinhardt.

„Das alles müssen wir miteinander besprechen“, sagte er weiter. Die Mitglieder möchte er bei diesen Entscheidungen mit ins Boot nehmen. Bei der Delegiertenversammlung gehe es nun aber erst einmal darum, dass der Hauptvorstand bevollmächtigt wird, um Bauuntersuchungen in die Wege zu leiten und gegebenenfalls Grundstücksverhandlungen und -käufe vorzunehmen.

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