Rücker: Das sind keine Einzelfälle

22. August 2013
Fulda

Wird Fulda immer brutaler? Nach der Attacke auf einen Studenten am Wochenende geht die Diskussion darüber weiter. Dr. Norbert Rücker spricht gegenüber unserer Zeitung Klartext.

Der Vorsitzende des Präventionsrats der Stadt Fulda, Dr. Norbert Rücker, sieht in der zunehmenden Alkoholisierung die Ursache für die vielen Übergriffe. "Ich sehe das sehr kritisch. Das sind eben keine Einzelfälle, wie es die Polizei darstellt. Das steckt System dahinter", sagt Rücker. Der Präventionsrat kämpfe deshalb für eine Wiederherstellung der alten Sperrzeit.

Auch die Polizei nimmt Rücker in die Pflicht. "Wir brauchen keine Reiterstaffel, das ist doch nur ein PR-Trick. Was die Innenstadt wirklich benötigt, sind mehr Fußstreifen", fordert der Vorsitzende des Präventionsrats. Die Beamten dürften, wenn sie mit ihrem Wagen ins Bermudadreieck führen, nicht nur im Auto sitzen bleiben. "Da müssen die Polizisten auch mal aussteigen und direkt eingreifen. So würden sie Respekt bei Randalierern gewinnen", sagt Rücker.

Mehr Videoüberwachung, wie es Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (CDU) fordert, sei keine Lösung. "Bei mehr Kameras brauchte man auch mehr Personal, das die Videos auswertet. Und das ist ja wohl nicht möglich", erklärt Rücker. Die Polizei hatte gegenüber unserer Zeitung am Tag zuvor erklärt, es handele sich bei den Straftaten um Einzelfälle. /kir, chw

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