„Schätze“, die gehoben werden: Innovationspreis Handwerk wird auf der trend-messe verliehen

02. März 2019
Fulda

Auch in diesem Jahr werden anlässlich der trend-messe wieder die Preisträger für den Innovationspreis Handwerk gekürt. Dieser wird bereits zum fünften Mal verliehen. An spannenden Bewerbungen hat es wieder nicht gemangelt.

Von Tobias Farnung

Dr. Herbert Büttner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda, die den Preis gemeinsam mit unserer Zeitung und der trend-messe ausgelobt hat, ist sicher, dass in den Schubladen der heimischen Handwerksbetriebe noch zahlreiche tolle – zum Teil patentreife – Ideen schlummern. „Wir hoffen, dass wir mit dem Preis den ein oder anderen ,Schatz heben‘ können“, sagt Büttner.

Sieben Unternehmen haben es dieses Jahr ins Finale geschafft und wurden nun von der Jury unter die Lupe genommen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die sieben Finalisten.

Desoi GmbH (Kalbach): Eine neuartige Injektionspumpe zur Rissverpressung und Hohlraumverfüllung wird pneumatisch angetrieben. Dadurch kann gleichmäßig über einen langen Zeitraum injiziert werden – das schont die Pumpe, den Füllstoff und vor allem das Bauwerk selbst.

EDAG Engineering GmbH (Fulda): Die neu entwickelte Doppeltrittstufe für Kleinbusse erleichtert mobilitätseingeschränkten Menschen den Einstieg ins Fahrzeug. Die beiden Trittstufen verschwinden anschließend unter dem Fahrzeug. Die Montage kann jede Werkstatt problemlos in vier Stunden ausführen.

Günther Bau GmbH & Co. KG (Fulda): Mit einer neu entwickelten Stuckmaschine können Stuckteile beliebig vervielfältigt werden. Dazu muss das jeweilige Teil nur noch einmal per Hand hergestellt werden. Anschließend wird im Tiefziehverfahren eine Kunststoffform des Stuckteils hergestellt.

Holzbau Gutmann GmbH (Hilders-Brand): Mit dem neu entwickelten Rohbautreppenmodul muss ab sofort keine separate Rohbautreppe mehr eingebaut und später ausgetauscht werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird auf der Treppe der gewünschte Belag aufgebracht. Die Treppe verbleibt dadurch im Haus.

Hahner Technik GmbH & Co. KG (Petersberg): Dank der neuen Kranbahnschweißanlage muss beim Herstellen von Kranbahnen nach Abkühlen der Schweißung kein Schweißverzug mehr mit schweren hydraulischen Richtpressen oder zeitaufwendigem Flammrichten mehr beseitigt werden.

RhönLandHolz (Ehrenberg-Melperts): Mit einem selbst erfundenen Holzstrukturierer können Holzoberflächen erzeugt werden, die mit Altholz oder gespalteten Hölzern vergleichbar sind. Durch einen integrierten Zufallsgenerator unterscheidet sich das Ergebnis von gängiger Industrieware.

Simon Metall GmbH & Co. KG (Tann): In einer Treppe wurden Laser- und Kantteile des Kunden verbaut. Die Elemente sind dabei gleichzeitig Geländer und Treppenwange. Zur Herstellung mussten innovative Sonderteile und besondere Laschenverbindungen entwickelt werden.

Wer am Ende die Nase vorne hat, veröffentlichen wir in unserer Zeitung am Freitag, 15. März. Ausführliche Porträts über die drei Firmen mit dem besten Ergebnis lesen Sie in Wirtschaft & Karriere am Samstag, 16. März.