Schlaufuchs-Reporter im RhönSprudel-Biosphärencamp

16. August 2013
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Kleinsassen/Weyhers

Seit fünf Jahren begeistert das Biosphären-Camp der Firma RhönSprudel Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren. Eine Woche lang streifen die 36 Teilnehmer mit Rhön-Rangern durch das Biosphärenreservat Rhön und erfahren Spannendes über die Natur sowie die Tiere und Menschen, die in ihr leben.

Einen Tag lang begleiteten am Donnerstag auch unsere Schlaufuchs-Reporter die Camp-Teilnehmer auf ihren Ausflügen. Johannes Hillenbrand aus Uffhausen, Niclas Goldbach aus Rothemann und Celina Kavalirek aus Hünfeld waren mit dem Quellen- und Fledermausexperten Stefan Zaenker in der Rhön unterwegs und haben mit Martin Gärtner von RhönSprudel die Produktionshalten des Unternehmens in Weyhers besucht (zur Werksbesichtigungs-Fotostrecke: hier klicken).

Los ging es heute Morgen um neun mit einem Vortrag über die Quellen und was in ihnen lebt. Zum Beispiel die Rhönquellschnecke, die auf der ganzen Welt nur in den Quellen der Rhön und des Vogelsberges zu finden ist. Anschließend machten sich die Kinder mit Stefan Zaenker auf den Weg in die Rhön. Ihr Ziel: Die 2000. Quelle in der Rhön zu finden. Eine Mission, die die jungen Forscher erfolgreich bewältigten. Sie dürfen sich ab sofort die Entdeckung der Rhönquelle "Biebertal 4" auf die Fahnen schreiben. "Wir sind einfach einem Bach immer nach oben gefolgt und irgendwann waren wir an der Quelle. Das war echt spannend", erzählt Niclas (10).

Dass es sich bei Biebertal 4 auch tatsächlich um eine Quelle handelt, beweisen übrigens die Tiere, die unsere Schlaufuchs-Reporter, ausgerüstet mit Sieb und Lupenglas, im Wasser entdeckt haben. "Wir haben den Rhönflohkrebs gefunden und die Rhönquellschnecke, beides Tiere, die nur im Quellwasser leben", erklärte Stefan Zaenker.

Die Produktionshallen von RhönSprudel waren das zweite Highlight des Tages. Mit großem Interesse liefen die Kinder zwischen den großen Fließbändern umher, auf denen Tausende Plastikflaschen unterwegs waren. Von großen Maschinen wurden sie gereinigt, aussortiert oder neu hergestellt, etikettiert, befüllt, verschlossen und von riesigen Greifarmen zu Hunderten gleichzeitig in Kisten verpackt.

Obwohl man über dem Getöse der Maschinen kaum sein eigenes Wort verstand, beantwortete Martin Gärtner, der die Kinder durch die Anlage führte, geduldig jede Frage der kleinen Entdecker. So erfuhren sie zum Beispiel, dass eine Plastikflasche etwa 25 Mal wiederverwertet werden kann, bevor sie aussortiert wird und dass eine Halbliterflasche aus einem etwa fingergroßen Stück Plastik entsteht - einfach durch Erhitzen und Aufblasen, wie ein Ballon.

Die Berichte unserer Schlaufuchs-Reporter über ihren Ausflug lesen Sie am kommenden Mittwoch in unserer Print-Ausgabe oder unserem E-Paper.

Fotos: Jakob Koerdt