Schwarze Wände, clevere Kühlschränke: Die Trends der trend-Messe

16. März 2019
fulda

„Trend“ – was bedeutet das im Jahr 2019, und wie werden Neuheiten auf der trend-messe umgesetzt? Ein Überblick.

Live von der trend-messe berichtet Jacqueline Kleinhans

Waschmaschine, Kühlschrank und Fernseher mit dem Smartphone bedienen – das ist heute in Verbindung mit Smarthome möglich. Wer während des Einkaufs nicht weiß, ob er zu Hause im Kühlschrank noch Butter oder Milch hat, für den wird das künftig kein Problem sein. „Dann ist der Kühlschrank mit dem Smartphone vernetzt. Das hat auf die Kamera im Kühlschrank Zugriff. So lässt sich sehen, was im Kühlschrank steht“, erklärt Hans-Jürgen Müller, Inhaber von Euronics XXL EFM Fulda. Ebenso sei es möglich, Rezepte an den Monitor des Kühlschranks zu senden. Oder: Bevor der Joghurt in den Kühlschrank kommt, werde er gescannt. Ist er abgelaufen, melde sich der Kühlschrank. „Laut einer Prognose ist es denkbar, dass in ein, zwei Jahren 80 Prozent der Haushaltsgeräte mit WLAN vernetzt sind“, so Müller.

Einen Blick in die Zukunft können Besucher auch am Stand der RhönEnergie werfen. Die Mitarbeiter befragen dort das Publikum, was sie vom Car-Sharing mit Elektroautos halten. Die Idee dahinter: Die RhönEnergie stellt Elektroautos an Ladesäulen zur Verfügung. Über eine App, das Internet oder per Telefon – das werde an der Messe erfragt – können sich Interessierte das Auto beispielsweise für zwei Stunden mieten. Dafür zahlen sie dann einen bestimmten Betrag. „Bisher hat die Umfrage ergeben, dass es für die Menschen in der Stadt ein tolles Angebot ist“, erklärt ein Mitarbeiter. Ziel sei es, den Klimawandel zu reduzieren und Zweitwagen abzuschaffen.

Um gesunde Ernährung und Energie sparen geht es am Stand von AMC. Die Firma vertreibt Töpfe und Pfannen, die beim Kochen weniger Wasser und Fett benötigen. „Das Gemüse wird in einem Sieb gegart und nicht im Wasser gekocht. Dadurch behält das Gemüse 86 Prozent mehr Vitamin C“, erklärt Werner Schneider. Hinzu komme, dass weniger Energie verbraucht werde. Das spare bei viermal Kochen in der Woche bis zu 40 Euro im Monat bei einem Zwei-Personen-Haushalt. Zudem brauchen die Pfannen aus Edelstahl weniger Fett. „Darauf achten viele“, so Schneider. Mit weniger Fett würden auch mehr Kalorien gespart.

Über Bügeleisen, die keinen Temperaturregler mehr haben, informiert Cennet Sensoy am Stand von Reinold Deluxe. „Das hat den Vorteil, dass Applikationen oder Steine nicht mehr am Bügeleisen kleben bleiben. Und man muss nicht erst warten, bis sich das Bügeleisen erst wieder abgekühlt hat“, so Sensoy. Das Bügeleisen verbrauche mit 850 Kilowatt weniger Strom. „Man kann es auch auf der Kleidung stehen lassen, ohne das es sich festbrennt.“

Auch im Handwerk gibt es immer wieder Trends. So seien beispielsweise schwarze Wände modern. „Allerdings wird sich der Trend wahrscheinlich nicht lange halten. Räume mit schwarzen Wänden wirken kleiner und drückend“, erklärt Jonas Merz, der am Stand der Maler- und Lackier-Innung über die Ausbildung informiert. Ebenso glatte Wände seien gefragt, sagt Auszubildende Annemarie Caspari. An der Außenfassade hingegen wird es heller: Dort seien grundsätzlich weiß oder anthrazit beliebt.