Sechs Hitze-Tipps! Wo man in der Region Abkühlung finden kann

29. Juli 2018
Region

Hitze in (Ost-)Hessen und kaum ein Ende. Doch es gibt sie in der Region: die kalten Sehnsuchtsorte dieser brütend heißen Sommertage. Wir haben sechs Tipps für Sie. Hier kann man in der Region Abkühlung finden.

Temperaturen von 30 Grad und mehr sind seit Tagen auch in Osthessen an der Tagesordnung. Wer der Hitze entfliehen möchte, findet Abkühlung in Freibädern, klimatisierten Einkaufszentren, schattigen Wäldern. Oder an anderen Orten in der Region, an denen man nicht schwitzen muss. Hier eine Auswahl:

1. Meeresbrise: Gibt es auch mitten in Hessen. Wer sich in der Nähe des 200 Jahre alten Bad Orber Gradierwerks aufhält, den umweht eine angenehm frische und salzige Luft. Möglich macht es das Funktionsprinzip der Bauwerke: Sole, also salzhaltiges Wasser, rieselt über Wände aus Schwarzdorn, zerstäubt und verdunstet. Besucher brauchen nur noch tief einatmen, die Augen schließen und können sich fast wie an der See fühlen.

2. Hessen-Gipfel: Ein paar Grad kühler als im Flachland ist es dort, wo man der Sonne so nah ist wie nirgends anders in Hessen. Auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe im Mittelgebirge Rhön, waren es am Donnerstag in 950 Metern Höhe „nur“ etwa 25 Grad. Im rund 30 Kilometer entfernten Fulda wurde wie an vielen anderen Orten Hessens die 30-Grad-Marke locker geknackt. Ruhebedürftige können auf der Wasserkuppe dem Treiben diverser Flugsportler zuschauen, bewegungsorientierte Besucher können zahlreichen Freizeitaktivitäten nachgehen.

3. Storchen-Gang: Die Beine bis zu den Knien freimachen, abwechselnd beide Beine ganz aus dem Wasser heben, fortfahren, bis ein deutliches Kältegefühl auftritt. Richtig erfrischend kann ein Besuch einer Wassertrettstelle sein (auch die Arme eintauchen!). Diese gibt es zum Beispiel in Poppenhausen im Sebastian-Kneipp-Weg (gespeist von der Lütter) oder am Ortsrand von Wüstensachsen in der Forsthausstraße (Ulster) sowie in Seiferts in der Marienstraße (Ulster).

4. Tropfsteinhöhle: In Steinau an der Straße befindet sich nach eigenen Angaben Hessens älteste Schau- und Tropfsteinhöhle. In der sogenannten Teufelshöhle können Stalaktiten und Stalagmiten und andere typische Höhlengebilde bestaunt werden. Und das Gute daran: Dort herrschen nur sieben bis elf Grad. Ganzjährig. Eine übliche Führung (auch zur Erkundung der Fledermaus-Vorkommen) dauert etwa 30 Minuten. Warme Kleidung wird empfohlen.

5. Kältekammer: Im Ice Lab in der Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) kann man sich einen Frische-Kick bei minus 110 Grad abholen. Die Anwendung in der Kältekammer dient zwar vor allem medizinischen Zwecken, kann aber auch einfach etwas fürs Wohlbefinden sein. In Deutschland wird die Ganzkörper-Kältetherapie besonders in Reha-Kliniken seit 1984 eingesetzt. Bevor man sich zwei bis drei Minuten der Kälte von minus 110 Grad aussetzt, wird man durch zwei Vorkammern vorbereitet, bei minus zehn und minus 60 Grad (in Badebekleidung, mit festen Sportschuhen, Socken, mit Handschuhen sowie Ohren- und Mundschutz).

BVB-Star Rode schwört auf Kältetherapie bei minus 110 Grad in der Spessart Therme

Sebastian Rode, aktuell verletzter Mittelfeldspieler von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund, hat am Freitag erneut die „icelab -110 Grad Celsius Kältekammer" der Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster aufgesucht.

6. Besucherbergwerke: Sich abkühlen und dabei etwas lernen: Das geht in den Besucherbergwerken in Hessen. Der Kali- und Salzproduzent K+S bietet Neugierigen den Besuch des Erlebnis Bergwerks Merkers an. Im hessisch-thüringischen Kalirevier gibt es Erkundungstouren einige hundert Meter unter der Erdoberfläche bei 25 Grad und weniger. Unter anderem sind riesige Schaufelradbagger und eine Kristallgrotte zu sehen. / dpa, sar