„So geht das“: Gesundheitsminister lobt Projekt zur Gewinnung von Nachwuchsärzten auf dem Land

25. Januar 2018
Ehrenberg

Der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat sich heute in Ehrenberg ein Bild von dem Projekt Landpartie 2.0 gemacht. Darüber informiert das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in einer Pressemitteilung. Der Besuch war Teil einer Rundreise durch Hessen, auf der sich der Minister über Projekte informiert, die die Gesundheitsversorgung zukunftsfähig gestalten.

Station eins von Grüttners Reise war demnach die Gemeinschaftspraxis M. Ziegler/Dr. med. M. Neumayer in Ehrenberg, die an dem bundesweit einzigartigen Projekt des Landkreises Fulda in Zusammenarbeit mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt teilnimmt.

„Landpartie 2.0“ hat zum Ziel, Medizinstudierende für den Beruf des Landarztes beziehungsweise der Landärztin zu begeistern. So wird den Studenten ab dem ersten klinischen Semester ein zwei- bis fünftägiges Praktikum in ausgewählten Hausarztpraxen im ländlichen Raum ermöglicht. Die Praxisphasen werden jeweils von einem Vor- und Nachbereitungsseminar begleitet.

„So geht das“: Gesundheitsminister lobt Projekt zur Gewinnung von Nachwuchsärzten auf dem Land

„Eine zukunftsfeste und weiterhin wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung ist eine der großen Zukunftsaufgaben. Zum einen werden die Menschen älter und es wird immer mehr medizinische Versorgung nachgefragt. Gleichzeitig geben viele Allgemeinmediziner ihre Praxen altersbedingt auf“, betonte Minister Grüttener. „Nun gilt es, Nachwuchs zu begeistern und neue Wege zur Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgung zu beschreiten. Ehrenberg und das Projekt Landpartie machen vor, wie das geht!“

Das Land Hessen sei die Gewinnung ärztlichen Nachwuchses schon frühzeitig angegangen, so der Minister. „Seit Beginn des Jahres finanziert das Land Hessen mit rund 78.000 Euro jährlich ein neues Leistungsmodul des Kompetenzzentrums Weiterbildung Hessen, wonach allen Landkreisen das Projekt Landpartie und sogenannte Landtage angeboten werden“, erklärte Grüttner. Damit werde den Landkreisen, Kommunen, Ärzten und Kliniken eine ganz neue Struktur der Zusammenarbeit zur Rekrutierung von Hausärzten angeboten.

Über das Landesprogramm „Regionale Gesundheitsnetze“ würden innovative Ansätze wie beispielsweise der Aufbau von lokalen Gesundheitszentren gefördert. Außerdem stecke das Land jährlich sechs Millionen Euro in Innovationsprojekte zur Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Hier berichteten wir bereits über das Projekt „Landpartie 2.0“. / jos