Sorge um Priesternachwuchs im Bistum – Erstes Arbeitstreffen von Katholikenrat und Bischof

16. Juli 2019
Fulda

Ran ans Werk: Zu einem ersten Arbeitstreffen hat Fuldas neuer Bischof Dr. Michael Gerber den Vorstand des Katholikenrates im Bistum Fulda um Steffen Flicker im Bischofshaus empfangen.

Mit Blick auf den Bistumsprozess 2030 zeigte sich Gerber dankbar, dass Vieles angestoßen worden sei. Es seien wichtige Wegmarken benannt worden, die weiterentwickelt werden sollen. Er kündigte an, dass die Verbindlichkeit des Prozesses steigen werde, und teilte die Sorge um Priester und den Priesternachwuchs im Bistum.

Er kündigte an, die Ausbildung zu intensivieren und Priester darin zu bestärken, sich Gruppen und Netzwerken anzuschließen, „um der Vereinsamung vorzubeugen“, wie es in der Mitteilung des Katholikenrates heißt. Gerber erklärte, dass es verbindliche Formate der Partizipation geben werde. Das Ehrenamtsengagement solle gestärkt werden.

Sexueller Missbrauch ebenfalls ein Thema

Der Vorstand sicherte dem Bischof seine Unterstützung bei der Entwicklung strategischer Ziele zu. „Der Prozess sei allerdings vielerorts noch nicht an der Basis angekommen.“

In Bezug auf die Fälle sexuellen Missbrauchs würdigte der Bischof die umfangreichen Präventionsmaßnahmen des Bistums. Die Sorge um die Opfer sei ihm ein wichtiges Anliegen. Er kündigte eine Strategie an, mit der Täter in Zukunft verbindlich begleitet werden. Vereinbart wurde, gesellschaftspolitische Aktionen im Bistum gemeinsam vorzubereiten und gegebenenfalls auch Stellungnahmen gemeinsam herauszugeben. / nz