Einigung bei Pilgerzeller Projekt: Vier Doppelhäuser akzeptabel

11. Dezember 2019
Künzell

Die Gemeinde Künzell wird den Bebauungsplan in Pilgerzell im Bereich Bonifatiusstraße/Biligrimstraße so ändern, dass dort acht Wohneinheiten in vier Doppelhäusern entstehen können. Das empfiehlt der Bauausschuss bei Enthaltung der SPD einstimmig.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Das Fuldaer Unternehmen Manns Bau hatte in der Bonifatiusstraße zusammenhängende, insgesamt gut 3000 Quadratmeter große Grundstücke erworben, um dort Wohnhäuser zu errichten. Auf Antrag der CDU beauftragte die Gemeindevertretung die Gemeindeverwaltung, den Bebauungsplan so zu ändern, dass nur „eine ortsübliche, dörfliche Bebauung“ erfolgen kann.

Vor der Beschlussfassung sagten CDU-Fraktionschef Dr. Bernd Katzer und Bürgermeister Timo Zentgraf (parteilos), dass sie sich gut zwölf Wohneinheiten auf dem Grundstück vorstellen können. SPD und Grüne hatten auf eine dichtere Bebauung gedrängt, um pro Wohnung möglichst wenig Fläche zu verbrauchen.

„Schlüssiges Konzept“

Bürgermeister Zentgraf und die Bauunternehmer Timo und Birgitt Manns haben sich darauf geeinigt, dass die Fläche mit vier Doppelhäusern mit insgesamt acht Wohnungen bebaut wird. „Das ist ein schlüssiges Konzept, und wir erhielten die aufgelockerte Bebauung, die die Gemeindevertretung wünscht“, erklärte der Bürgermeister in der Ausschusssitzung. Im ursprünglich 1960 beschlossenen Bebauungsplan soll nun festgeschrieben werden, dass in dem betroffenen Bereich vorrangig Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet werden sollen.

Einzelhäuser sollen maximal drei Wohnungen, Doppelhaushälften nur eine Wohnung enthalten dürfen. Die minimale Grundstücksgröße pro Einzelhaus wird auf 500 Quadratmeter, die für Doppelhaushälften auf 250 Quadratmeter festgelegt.

Kritik von Lachnit

Kritik an den Plänen kam nur von Dieter Lachnit (SPD). Er kritisierte aber nicht die Ziele des Bebauungsplan. „Wir ändern jetzt nur den Plan für eine 3000 Quadratmeter große Fläche. Das ist doch Flickschusterei. Warum modernisieren wir nicht den Bebauungsplan für ganz Pilgerzell?“, fragte der SPD-Fraktionschef. Zentgraf widersprach nicht: „Ja, das ist Flickschusterei. Aber eine Änderung kostet Geld. Und Bedarf an neuen Festlegungen haben wir nur in kleinen Bereichen.“ „Wenn die Gemeindevertretung der Empfehlung des Ausschusses folgt, kann das Kreisbauamt auf dieser Basis eine Baugenehmigung erteilen“, erklärte Zentgraf.

Maximale Gebäudelänge von 16 Metern

Die Bauunternehmer Manns hatten neben drei Doppelhäusern auch ein Sechs-Familien-Haus bauen wollen. Das ist jetzt unmöglich. „Der Mix aus Doppelhäusern und Wohnungen wäre schön gewesen. Die Nachfrage aus Pilgerzell ist da. Aber auch mit der jetzt gefundenen Lösungen können wir leben“, sagten sie unserer Zeitung.

Der Ausschuss befasste sich auch mit dem Grundstück an der „Linde“ in Pilgerzell zwischen Buchonienweg und Wernaustraße. „Die Bauherren denken hier an drei Doppelhäuser oder an eine Art Dreiseithof, wenn darin barrierefreie Wohnungen entstehen“, berichtete Zentgraf.

Der Bauausschuss empfiehlt einstimmig, eine maximale Gebäudelänge von 16 Meter festzulegen – es sei denn, es wird eine Art Hofreite im dörflichen Stil errichtet. Das Gebäude darf maximal 11,50 Meter hoch werden. Auch hier haben die Gemeindevertreter das letzte Wort.

Bauträger verwundert über Debatte in Künzell

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies Das Fuldaer Unternehmen Manns Bau hat in der Bonifatiusstraße zusammenhängende, insgesamt gut 3000 Quadratmeter große Grundstücke erworben, um dort Wohnhäuser zu errichten. Das rief die CDU-Fraktion auf den Plan. „Es ist zu erwarten, dass der neue Eigentümer eine nach dem alten Bebauungsplan maximale Bebauung realisieren möchte, um das für ihn beste wirtschaftliche Ergebnis zu erzielen.

Bauträger verwundert über Debatte in Künzell

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies Das Fuldaer Unternehmen Manns Bau hat in der Bonifatiusstraße zusammenhängende, insgesamt gut 3000 Quadratmeter große Grundstücke erworben, um dort Wohnhäuser zu errichten. Das rief die CDU-Fraktion auf den Plan. „Es ist zu erwarten, dass der neue Eigentümer eine nach dem alten Bebauungsplan maximale Bebauung realisieren möchte, um das für ihn beste wirtschaftliche Ergebnis zu erzielen.

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