Video: Metallbau Schütz brennt ab – Geschäftsführer trauert um „Lebenswerk“

02. September 2019
Künzell

Ein Großbrand hat in der Nacht auf Montag die Halle von Metallbau Schütz in der Friedenstraße in Künzell vernichtet. Geschäftsführer Helmut Schütz (50) trauert um sein Lebenswerk, wie er es nennt.

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Der Brand wurde gegen 3 Uhr nachts gemeldet. Die ersten Einsatzkräfte bemerkten bereits während der Anfahrt eine starke Rauchentwicklung und einen Feuerschein. Sofort wurden zahlreiche Brandbekämpfer der umliegenden Wehren alarmiert.

Rund 1,2 Millionen Euro Sachschaden

Die Halle des Metallbaubetriebs brannte lichterloh. Innerhalb des Gebäudes explodierten mehrere Benzinkanister. Verletzt wurde niemand. Zwischenzeitlich drohten die Flammen drohten aber, auf ein angrenzendes Heizöllager überzugreifen.

Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Künzell, Fulda und Petersberg gingen mit Drehleitern und mehreren Tanklöschfahrzeugen gegen den Großbrand vor. Zwei Landwirte aus Wissels und Keulos richteten einen Pendelverkehr ein und lieferten mit Güllefässern Wasser. „Wir haben unwahrscheinlich viel Wasser gebraucht, um das Feuer in den Griff zu kriegen“, berichtete Künzells Gemeindebrandinspektor Wolfgang Vogler vor Ort.

Gegen 5 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle gebracht. Doch auch am Vormittag laufen noch Nachlöscharbeiten. Nach Schätzungen der Polizei liegt der entstandene Sachschaden bei rund 1,2 Millionen Euro.

Helmut Schütz: Firma war wie drittes Kind

„Der Schmerz sitzt tief“, sagte Geschäftsführer Helmut Schütz (50), der das Unternehmen nach eigenen Angaben vor 14 Jahren auf die Beine gestellt hatte. Nun liegt sein „Lebenswerk“ in Schutt und Asche. „Ich habe die Firma wie mein drittes Kind behandelt. Jetzt ist sie tot.“

Heißer Windzug durch Briefschlitz: Diese FZ-Austrägerin entdeckte das verheerende Feuer

Diese Nacht wird Sigrid Hirsch so schnell nicht vergessen. In der Nacht zu Montag entdeckte sie beim Austragen unserer Zeitung den Brand, der schließlich die Halle von Metallbau Schütz in Künzell vernichtete und einen Millionenschaden anrichtete. Beim Hineinstecken der Fuldaer Zeitung in den Postschlitz hatte die 59-Jährige einen heißen Windzug bemerkt.

Schütz war in den Morgenstunden direkt aufgebrochen, nachdem er über den Brand informiert worden war. „Zu dem Zeitpunkt brannte nur der rechte Teil der Halle. Ich hatte Hoffnung, dass es dabei bleibt“, berichtete er. Als er etwa eine halbe Stunde später eintraf, hatte sich das Feuer aber bereits auf das gesamte Gebäude ausgedehnt. Von seinem Betrieb blieb nicht viel übrig.

Wie es weitergeht, weiß Schütz noch nicht: „Eine neue Halle aufzubauen, würde mindestens ein halbes Jahr dauern. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen schweren Weg nochmal gehen will.“ Der 50-Jährige hat vor allem Mitleid für seine sieben Mitarbeiter, die nun vorerst ohne Job da stehen.

Brandursache ist noch unklar

Die Ursache für den Brand ist bislang unklar, die Brandstelle ist allerdings schon von Polizisten beschlagnahmt worden. „Sobald die Feuerwehr mit den Nachlöscharbeiten fertig ist und das Gebäude freigibt, werden sich Beamte der Kriminalpolizei und Spurensicherung an die Arbeit machen“, teilte ein Polizeisprecher mit. / lio

Ursache für Brand in Künzell weiterhin unklar: Erneute Begehung soll Klarheit schaffen

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