Hauptschulzweig der Johannes-Hack-Schule bleibt erhalten

08. November 2019
Petersberg

Der Hauptschulzweig der Petersberger Johannes-Hack-Schule bleibt nun doch erhalten – allerdings nur einzügig. Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte dies der Landkreis Fulda.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

„Es hat zahlreiche Gespräche mit der Schulgemeinde und dem Staatlichen Schulamt gegeben. Als Ergebnis ist vereinbart worden, dass der Hauptschulzweig der Johannes-Hack-Schule zunächst einzügig geführt wird. In der Vergangenheit war er teilweise zweizügig“, erklärt Leoni Rehnert von der Landkreis-Pressestelle. Das führe zu einer geringfügigen Entlastung im Raumbedarf. Unabhängig davon werde die Notwendigkeit bestehen bleiben, die Grundschule zu erweitern. Im Speziellen gehe es um zusätzliche Raumkapazitäten für die Betreuung. „Die Planungen dafür laufen derzeit noch.“

Platzbedarf für Grundschule

Im Sommer hatte der Landkreis als Schulträger in Erwägung gezogen, den Hauptschulzweig zu schließen, weil großer Platzbedarf für die ständig wachsende Petersberger Grundschule bestehe.

Daraufhin hatten sich die Petersberger Gemeindevertretung, die Kreistagsfraktionen von CDU, CWE, SPD und Grünen, die Schülervertretung, die Lehrerschaft und auch der Elternbeirat der Johannes-Hack-Schule gegen diese Pläne ausgesprochen. Nach dem gemeinsamen Gespräch kam man zu dem Ergebnis, die Hauptschule einzügig weiterzuführen.

Freude bei Schülern und Lehrern

Der Leiter des staatlichen Schulamtes Fulda, Stephan Schmitt, erklärt, dass sei eine Lösung, mit der alle leben könnten. „Ich gehe davon aus, dass dies die nächsten Jahre so bleiben wird.“ Während es in den Klassen 5 und 6 normalerweise keine Probleme gebe, diese einzügig zu führen, also nur eine Klasse pro Schuljahr zu bilden, sei dies in den Klassen 7 bis 9 schwieriger, weil es Rückkehrer von den Realschulen gebe. Dann müsse eine Schülerlenkung vorgenommen werden. Das sei eine „besondere Aufgabe für die Schulleitung“.

„Wir haben uns gefreut, dass diese Entscheidung getroffen wurde“, sagt Karen Wahsner, Leiterin der Petersberger Haupt- und Grundschule. „Wir haben konzeptionell argumentiert, dass die Hauptschule erhalten bleiben muss.“ Dieser Zweig soll gestärkt werden, um die Zukunftsaussichten der Schüler zu verbessern. Ziel sei ein Hauptschulabschluss oder der Besuch einer weiterführenden Schule. Alle, Lehrer und Schüler, seien motiviert, „und wollen etwas Gutes daraus machen“.

Insgesamt 400 Jungen und Mädchen besuchen die Schule. Davon sind 102 Hauptschüler und rund 300 Grundschüler.

Hauptschulzweig der Johannes-Hack-Schule vor dem Aus

„Hessens beste Hauptschule" Viermal holte die Johannes-Hack-Schule den Titel „Hessens beste Hauptschule". Dennoch soll der Hauptschulzweig schließen. „Laut Schulentwicklungsplan gibt es im Landkreis Fulda eine Hauptschule zu viel", erklärt Konrektorin Karen Wahsner die Schließung gegenüber unserer Zeitung. Sie führt die Schule derzeit, da es keinen Rektor gibt. Der Landkreis ist Schulträger.