Sterben, Tod und Trauer sollen kein Tabu mehr sein

30. Oktober 2019
Fulda

„Wer zuletzt lacht... Humor (auch) am Lebensende“: Die Deutsche PalliativStiftung hat die Ausstellung ihres neuen Palliativkalenders 2020 im Fuldaer Stadtschloss eröffnet. Zudem wurden die Gewinner des Fotowettbewerbs ausgezeichnet.

Zum zehnten Mal hat die Deutsche PalliativStiftung ihren Fotowettbewerb veranstaltet. Die Motive aus dem Wettbewerb im Jahr 2018 sind im neuen Palliativkalender 2020 zu finden. „Wir wollen mit unseren Kalendern auch immer ein bisschen anecken“, sagte Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung. „Denn wir wollen das Wissen um die hospizlich-palliativen Versorgungsmöglichkeiten am Lebensende unter die Menschen bringen.“

Die Bilder des neuen Kalenders zeigen in besonderer Weise, dass die letzte Lebenszeit auch gut sein kann – und dass Humor erlaubt ist. Die 13 Bilder des Palliativkalenders berühren durch ihre Geschichten, die hinter den Motiven stecken.

„Mit dem Thema Sterben an die Öffentlichkeit gehen“

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der die Vernissage im Stadtschloss offiziell eröffnete, wünschte sich, dass die Menschen mutiger sind: „Wir sollten mit dem Thema Sterben mutig an die Öffentlichkeit gehen und es nicht tabuisieren.“

Preisgeld wird gespendet

Elke Hohmann, Geschäftsführerin der Deutschen PalliativStiftung, kürte im Anschluss die Gewinner des zehnten Kalenderwettbewerbs, die aus ganz Deutschland zur Vernissage gekommen waren. Die drei Gewinner erhielten ein Preisgeld, das sie einer hospizlich-palliativen Einrichtung ihrer Wahl spenden durften. Platz eins belegte Matthias Ernst. Sein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro spendete er an den Hospizverein Hildesheim. Nanni Schiffl-Deiler belegte Platz zwei und spendete das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro an den Förderverein Kinderpalliativzentrum München. Nina Grützmacher (Platz drei) spendete ihr Preisgeld in Höhe von 2000 Euro an Dein Sternenkind.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Duo Zwei-Klang. Mit „Somewhere over the rainbow“, „Wunder geschehen“ und „Wonderful world“ berührten sie die rund 50 Gäste, die zur Vernissage gekommen waren.

Die Ausstellung des Palliativkalenders 2020 ist noch bis 29. November im Stadtschloss zu sehen. Den neuen Palliativkalender gibt es kostenfrei im Büro der Deutschen PalliativStiftung, Telefon (0661) 48049797. / lea

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