535 Meter unter der Erde: Bergleute feiern Barbarafeier

04. Dezember 2019
Neuhof

Für die Kumpel des Kaliwerks Neuhof ist es Alltag, für die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden dagegen etwas Außergewöhnliches, früh morgens (5.45 Uhr) 535 Meter tief in den Berg einzufahren. Dort feiern sie, wie jedes Jahr, am 4. Dezember die Barbarafeier.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

Die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin zahlreicher Berufsgruppen, dazu zählen auch die Bergleute. „Dieser Tag ist eine schöne Tradition. Bereits seit 66 Jahren gedenken wir jährlich der heiligen Barbara. Es ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis“, sagte Thorsten Krön, Leiter Produktion und Technik.

In seiner Begrüßung blickte er auf das vergangene Jahr zurück: Es habe vielfältige Herausforderungen gegeben, doch die heilige Barbara habe immer schützend die Hand über die Bergleute gehalten. „Es gab im vergangenen Jahr keine schweren Unfälle und wir haben eine starke Mannschaft, auf die wir stolz sein können“, so Krön.

Gerber: „Keine Menschen von außen beurteilen“

„Ich komme selber aus einer Region mit Bergmannstradition. Hier in Neuhof ist das aber noch Gegenwart“, begann Bischof Michael Gerber seine Predigt.

„Die Menschen unter Tage suchen nach dem Wertvollen und sind trotz Dunkelheit fest davon überzeugt, dass es sich lohnt zu suchen. So sollte es im menschlichen Miteinander auch sein. Man muss schauen, was an Schätzen im Menschen verborgen ist und keinen Menschen von außen beurteilen“, so Gerber.

Bergleute blicken in die Zukunft

Werksleiter Roland Keidel betonte: „Bergwerk kann nur erfolgreich sein, wenn man die Zukunft beachtet. Die Bergleute schauen auf die Ereignisse im vergangenen Jahr zurück, danken und blicken gleichzeitig in die Zukunft.“

Pfarrer Dagobert Vonderau, Pfarrer Holger Biehn sowie die Bergmannskapelle Neuhof unter der Leitung von Helmut Goldbach gestalteten die ökumenische Andacht zu Ehren der heiligen Barabara.

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