Thorsten Krämer neuer Kreishandwerksmeister

08. Mai 2019
Fulda

Mit viel Rückenwind startet Thorsten Krämer (51) in sein neues Amt als Kreishandwerksmeister: Die Delegierten der 18 Innungen wählten den Kfz-Meister und Obermeister der Kfz-Innung gestern Abend einstimmig zum Nachfolger von Claus Gerhardt (64), der nach 14 Jahren im Amt abtritt.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

„Die Region und das Handwerk liegen mir am Herzen. Das Handwerk steht vor großen Herausforderungen. Die Kreishandwerkerschaft muss hier ihre Hilfe anbieten“, erklärte Krämer. Sich im Handwerk zu engagieren, sei für ihn eine Selbstverständlichkeit: „Seit 20 Jahren setze ich mich für die Gesellenausbildung ein. Seit 2002 bin ich Obermeister der Kfz-Innung. Da musste ich nicht lange überlegen, als ich gefragt wurde, ob ich Kreishandwerksmeister werden will“, sagte der Unternehmer.

Die Förderung des Nachwuchses sieht Krämer als ersten Schwerpunkt: „Aus- und Weiterbildung ist eine Kernaufgabe der Kreishandwerkerschaft.“ Auch im Landes- und im Bundesverband des Kfz-Gewerbes setzte er sich bereits für die Nachwuchsförderung ein. Zweiter Schwerpunkt ist das Netzwerken, also das Gespräch mit der Politik, den Schulen und anderen Verbänden. Und schließlich geht es Krämer um neue Technik: „Die Digitalisierung betrifft alle Berufe. Auch hier muss die Kreishandwerkerschaft unterstützen.“ Krämer führt das Mazda-Autohaus in Fulda seit 1985. Der Engelhelmser ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weil Krämer bisher stellvertretender Kreishandwerksmeister war, mussten die Delegierten einen der zwei Stellvertreter neu bestimmen: Bei einer Enthaltung einstimmig gewählt wurde der Eichenzeller Steinmetzmeister Christoph Abel (32). Er ist Lehrlingswart der Fuldaer Steinmetz-Innung. Bei der Versammlung gestern war er verhindert. Unverändert ebenfalls Vize-Kreishandwerksmeister ist Michael Wißler (59). Gewählt wurden jetzt nur der Kreishandwerksmeister (und in der Folge ein Stellvertreter), da Claus Gerhardt bei seiner letzten Wahl 2017 angekündigt hatte, dass er nur für zwei Jahre zur Verfügung stehe. Üblicherweise beträgt die Amtszeit im Handwerk drei Jahre.

Gerhardt hat sein Sanitärgeschäft geschlossen und ist in den Ruhestand gegangen. Als Höhepunkt seiner Arbeit bezeichnet er die Etablierung der trend-messe unter der Leitung der Kreishandwerkerschaft.