Valentinstag hat für Bischöfin Hofmann privat große Bedeutung

14. Februar 2020
Kassel/Frankfurt/Main

Der 14. Februar ist der „Tag der Verliebten“ – zumindest wenn man dem Valentinstags frönt. Befragte Promis aus Hessen wollen die Bedeutung der Kommerz-Veranstaltung aber nicht zu hoch hängen. Für eine Bischöfin hingegen ist der Tag privat sehr bedeutsam.

Der Valentinstag (14. Februar) als „Tag der Verliebten“ hat für die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, großen Stellenwert: „Mein Mann und ich suchen jedes Jahr wieder Wege, wie wir diesen Tag gestalten, denn er hat für uns eine besondere Bedeutung: Die Beziehung zu meinem Mann hat tatsächlich an einem Valentinstag begonnen und das war eine Überraschung“, sagte sie.

„Auch eine liebe Mail tut manchmal richtig gut“

„Jenseits von allem Kommerz bin ich überzeugt davon, dass Liebesbeziehungen Pflege brauchen und dass Rituale, aber auch Überraschungen dabei helfen“, erklärte die 56-Jährige. Schwieriger werde es, wenn das Ritual zur Pflicht verkomme, etwa durch pflichtgemäße Rosensträuße, oder wenn an der Größe des Geschenks der Grad der Liebe festgemacht werde.

Auch im Alltag verwöhnt man sich gegenseitig im Hause Hofmann, wie die Bischöfin verriet: „Schokolade, Erdbeeren, schöne Karten oder Blumen stehen bei uns auf der Hitliste für Überraschungsgeschenke im Alltag. Aber auch eine liebe Mail tut manchmal richtig gut.“

Versuch, sich Zeit für Partnerschaft und Familie zu nehmen

Ministerpräsident Volker Bouffier (68/CDU) will seiner Frau Ursula am Valentinstag auch eine Freude machen: „Indem ich früher nach Hause gehe als sonst.“ Ob er darüber hinaus noch eine Überraschung in petto hat, verriet er nicht. Generell versuche er immer, sich so viel Zeit wie möglich für Partnerschaft und Familie zu nehmen.

„Kommerzielle Erfindung aus Amerika“

Schriftstellerin Nele Neuhaus (52) lehnt es hingegen ab, den 14. Februar irgendwie zu begehen: „Der Valentinstag ist eine kommerzielle Erfindung aus Amerika und hat für mich keine Bedeutung. Mein Mann sieht das genauso. Er bringt mir sowieso immer wieder mal einen schönen Blumenstrauß mit, dazu brauchen wir kein spezielles Datum.“

„Valentinstags ist nicht so mein Ding“

TV-Moderator Holger Weinert (68) muss ebenfalls gestehen: „Valentinstag ist nicht so mein Ding.“ Seit einem USA-Aufenthalt nach seiner Schulzeit hat er kennengelernt, „bei welchen Feiertagen es sich um nichts weiter als kommerzielles Showtheater handelt.

Genau wie beim Muttertag ist es aber praktisch unmöglich, sich dem zu entziehen – sonst giltst Du als lieblos.“ Weinert hält es für sinnvoller, im Alltag mit Aufmerksamkeiten Freude zu bereiten. Seine Devise lautet: „Schöne Situationen zelebrieren und genießen. Küsschen hier, lecker Essen da.“

Einzelhandel profitiert

Der Valentinstag beschert erfahrungsgemäß vor allem dem Einzelhandel gute Geschäfte. Darauf deutet in diesem Jahr wieder einiges hin. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln besagt: Knapp 17 Prozent der Verbraucher planen gezielte Einkäufe.

Am stärksten verbreitet als Valentinstag-Präsente sind Blumen. Aber auch Einladungen zum Essen, Gutscheine sowie Uhren und Schmuck sind beliebte Geschenke. Die Tradition, seinen Liebsten am Valentinstag ein Geschenk zu machen, stammt aus dem angelsächsischen Raum. In Deutschland wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten mit Werbung der Floristik- und Süßwarenindustrie gefördert. / dpa

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