Von Fulda nach Jerusalem pilgern – ein erster Schritt ist getan

17. März 2019
Fulda

Ein Pilgerweg, der von Linz nach Jerusalem führt: Diesen Plan hatte Johannes Aschauer. Stefan Buß knüpft da an und möchte Fulda zu einem Teil des Pilgerwegs machen.

„Es war eine historische Stunde für einen zukünftigen Jerusalemweg von Fulda im Zentrum Deutschlands aus“, sagte Johannes Aschauer aus der Nähe des österreichischen Linz. Aschauer selbst war mit zwei Mitstreitern im Jahr 2010 4500 Kilometer von Linz nach Jerusalem durch zehn Staaten zu Fuß unterwegs. Daraus ist die Idee gewachsen, einen Weg des Friedens, der Freiheit und der Toleranz zu schaffen und auch andere Pilgerwege darin einzubinden. In Fulda hat Aschauer in Stadtpfarrer Stefan Buß einen Verbündeten gefunden. Fulda im Zentrum von Deutschland vereinigt auch manche Pilgerwege: die Bonifatiusroute, den Jakobsweg, den Schönstattpilgerweg 1 und neuerdings auch einen Weg nach Dokkum. Nach einem beeindruckenden Filmvortrag am Freitagabend im gut gefüllten Pfarrzentrum am Dom, wurde am Samstag eine erste Etappe vom Bonifatiusgrab im Dom zu Fulda zum Schönstattzentrum Dietershausen gelaufen.

Zuvor hatte in einem Gottesdienst Buß die 30 Pilger ausgesandt und war selbst mit auf dem Weg dabei. In seiner Predigt knüpfte Buß beim Missionseifer des Heiligen Bonifatius an: „Der Heilige Bonifatius musste sich, um etwas zu verändern und zu bewirken, ständig auf den Weg machen.“ In Anlehnung an das Grabrelief sagte Buß: „Der Heilige Bonifatius war ein Aussteiger in seiner Zeit, solche Aussteiger braucht es auch heute, um Wege der Verständigung und der Toleranz zu gehen.“

Am Nachmittag erreichte die Pilgergruppe Dietershausen. Sr. M. Isabell Lustig begrüßte die Pilger im Schönstattkapellchen mit ermutigenden Gedanken. Der Grundstein und die ersten Schritte zu einer Anbindung an den Jerusalemweg von Fulda sind gelegt. / lea