Weltstar Chris de Burgh im FZ-Exklusivinterview: „Ich kann keine Noten lesen“

16. September 2018
Fulda

Länger als jemals zuvor hielt sich Weltstar Chris de Burgh diese Woche in Fulda auf. Vor seinem Überraschungsauftritt am Donnerstagabend bei der Fuldaer Wiesn arbeitete er fünf Tage lang intensiv mit dem spotlight-Team um Komponist Dennis Martin am gemeinsamen Musicalprojekt „Robin Hood“, das 2020 uraufgeführt wird.

Es war für das spotlight-Team nach einigen vorangegangenen Treffen mit de Burgh in Fulda und Dublin die erste „konkrete Working Session“, wie Komponist Dennis Martin gegenüber unserer Zeitung erläutert. Langsam komme man dem Ziel, aus dem Robin-Hood-Kosmos eine eigene Geschichte zu entwickeln, näher.

Es werde keine klassische Adaption geben, sagt Martin, der zusammen mit Produzent Peter Scholz und den beiden Co-Autoren Christoph Jilo und Kevin Schroeder die Tage mit de Burgh verbrachte. Über die Zusammenarbeit mit dem Weltstar sagt Martin: „Chris ist unglaublich akribisch. Er hinterfragt alles, will alles wissen, kniet sich voll in das Projekt hinein.“

Tagsüber wurde im spotlight-Headquarter über die Story und die musikalische Umsetzung diskutiert, abends dann genoss der Sänger Fulda. So wurde er in den Restaurants „Ritter“, „Chaang Noi“, „La Romantica“, aber auch in der „Heimat“ und der „Platzhirsch“-Bar gesichtet.

Völlig überraschend tauchte er dann am Donnerstagabend als Gast auf der Fuldaer Wiesn auf und ließ es sich nicht nehmen, spontan drei Lieder zu singen. Als wir ihn vormittags um 11 Uhr zum Exklusivinterview im „Goldenen Karpfen“ treffen, wirkt der Weltstar, der am 15. Oktober 70 wird, noch ein wenig müde.

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Frage: Chris, wissen Sie eigentlich, wie oft Sie schon in Fulda waren?

Chris de Burgh: Ich habe nicht gezählt, aber seit meinem ersten Auftritt hier Mitte der 1980er Jahre dürften es 30 bis 40 Besuche gewesen sein. Die Stadt ist großartig. Es gibt sicher viele ähnliche Städte in Deutschland, die auch eine schöne Altstadt haben. Aber die Atmosphäre hier ist etwas Besonderes. Die Fuldaer können sich glücklich schätzen, hier zu leben.

Frage: Seit Sie zusammen mit Dennis Martin und Peter Scholz in Fulda angekündigt haben, das Robin-Hood-Musical zu schreiben, sind zehn Monate vergangen. Können Sie uns jetzt ein bisschen mehr über das Musical verraten?

Chris de Burgh: Ich muss gestehen: Ich war die vergangenen Monate in viele andere Projekte eingebunden. (...) So waren die letzten fünf Tage die ersten seit dem Besuch von Dennis und Peter im Frühjahr bei mir in Irland, an denen wir wirklich konzentriert an dem Musical gearbeitet haben. Wir sind also noch in einem sehr frühen Stadium. Und wenn sie an einem so großen Projekt beteiligt sind, müssen sie den Kopf dafür völlig frei haben.

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Frage: By the way: Wann haben Sie eigentlich gelernt, Noten zu lesen?

Chris de Burgh: Ich? Ich kann keine Noten lesen. Nicht eine einzige! Ich beneide Leute, die es können – so wie Dennis Martin zum Beispiel. Er ist darin brillant. Alle Songs, die ich schreibe, kommen direkt aus meinem Kopf und existieren nicht auf Notenblättern.

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper. Lesen Sie dort zum Beispiel, was der Weltstar dazu sagt, ob sich vielleicht einer der 300 Chris-de-Burgh-Songs in das Musical einschleichen wird. / bt

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