Zeitarbeitsmesse will Arbeitslose
zurück in Lohn und Brot bringen

03. April 2014
Fulda

Zum siebten Mal hat der Landkreis am Mittwoch die Zeitarbeitsmesse im Kommunalen Kreisjobcenter veranstaltet. Arbeitslose sollen auf der Messe ins Gespräch mit Unternehmen kommen und den Weg zurück in den Arbeitsmarkt finden. Für die 300 eingeladenen Kunden des Jobcenters ist es eine Chance zwischen Hoffen und Bangen.

Mathias Dieth würde gern wieder arbeiten. Der 30-Jährige ist seit rund einem dreiviertel Jahr ohne Job. Zuvor hatte er acht Jahre lang als Kaufmann gearbeitet, auch seine Ausbildung in der Branche gemacht. Auf der Zeitarbeitsmesse ist er an vielen Ständen vertieft in die Gespräche, lässt sich beraten, stellt Fragen. 14 Unternehmen stellen sich im Kommunalen Jobcenter in der Robert-Kircher-Straße vor. "Ich möchte wissen, was mir die Unternehmen bieten und wie ich dort hineinpasse", erklärt Dieth. Immer mit dabei: Sein Lebenslauf und Kontaktdaten, die er an jedem Stand hinterlässt. Der Fuldaer erhofft sich "zwei, drei Anrufe" nach der Messe. "In einen Betrieb hineinzuschnuppern, wäre mein Ziel."


300 Personen wie Mathias Dieth wurden am Mittwoch eingeladen. "Die Zeitarbeitsbranche ist eine oft gescholtene Branche. Aber für viele Arbeitnehmer ist Zeitarbeit der erste Schritt, um wieder in geregelte Verhältnisse zu kommen", erklärt Jürgen Stock, Leiter des Kommunalen Jobcenters Fulda. Dieser Zweig spiele eine "wichtige wirtschaftliche Rolle". Die Messe biete eine Möglichkeit, dass Arbeitssuchende, Unternehmen und Mitarbeiter des Jobcenters in Kontakt kommen. "Die Messe schafft Perspektiven", sagt auch Landrat Bernd Woide (CDU). In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, dass 250 Menschen aufgrund des Messebesuchs eine Beschäftigung gefunden hätten. "Diese Zahlen zeigen: Es bringt was, dass wir das veranstalten. Und es lohnt sich, als Kunde des Jobcenters hierher zu kommen."

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