Challenge-Lauf endet am Stadion – großes Aufräumen nach Axel geht weiter

22. Mai 2019
Fulda

Die 13. Auflage der RhönEnergie Challenge endet auf dem Parkplatz des Stadions, nicht im Rosenbad. Die Regenfälle mit den daraus resultierenden Überschwemmungen erlauben keine größeren Menschenansammlungen auf der Liegewiese des Freibads. Axel hat die ganze Region in Atem gehalten – zurück bleiben Aufräumarbeiten und ein Dank an alle Einsatzkräfte.

Das Hochwasser ist zwar schon wieder vollständig abgelaufen. Die Wiese ist aber noch so nass, dass darauf nicht gefeiert werden kann. Wegen des Sturmtiefs Axel mit dem damit verbundenen Starkregen wurden am Dienstag große Teile des Rasens im Rosenbad überschwemmt. Die Organisatoren meldeten bereits gestern Mittag, dass das Freibad Rosenau als Ziel des Challenge-Laufs deshalb nicht infrage kommt. Parallel wurde fieberhaft an einer Alternative gearbeitet. Dieses wurde nun im Parkplatz des Stadions in der Johannisau gefunden.

Damit wird der beliebte Firmenlauf mit etwa 7500 Teilnehmern etwas kürzer, nach der Passage durch die Aue wird nicht links über die Hornungsbrücke zum Rosenbad gelaufen, sondern es geht rechts ab direkt zum Parkplatz. Für die Badegäste hat das Freibad am Samstag regulär geöffnet.

„In Abstimmung mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und unserem Hauptsponsor, der RhönEnergie Fulda, haben wir uns entschieden, kurzfristig umzudisponieren. Wir möchten eine sichere und angenehme Eventumgebung garantieren“, sagte die verantwortliche Organisatorin und Mitveranstalterin Heide Aust von der Sportagentur Speed.

Durch die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda habe man „schnell eine gute Lösung finden können“: Ausweichmöglichkeit sei die weitläufige Parkfläche vor dem Sportpark Johannisau, ganz in der Nähe des Rosenbads, wo 10.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stünden. Für ausreichende sanitäre Anlagen werde kurzfristig gesorgt, die ursprünglich ausgeschilderte Parkfläche am Stadion entfällt. Parkplätze stehen an der Kugelfabrik und im Parkhaus Rosengarten zur Verfügung. „Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an der Umsetzung und danken allen Beteiligten für die großartige Unterstützung und das Verständnis“, so Aust.

„Ich bin mit meinen Gummistiefeln nicht durchgekommen“, erklärt Peter Bolz, stellvertretender Betriebsleiter des Freibads. Er arbeitet seit 1991 dort – doch so etwas habe er im Monat Mai noch nicht gesehen. Die letzte vergleichbare Überschwemmung habe es 2002 gegeben.

Unternehmen konnten die Mitarbeiter des Bads nichts, das Wasser floss dann gestern von alleine ab. Größere Schäden sind nicht entstanden.

Kreisbrandinspektor Adrian Vogler bilanziert: „Es war zwar bekannt, dass ein Unwetter kommt, aber so habe ich es selbst noch nie erlebt.“ Auch die Pegelstände der Fulda, die in Kämmerzell und Bronnzell am Dienstag besonders alarmierend waren, sind mittlerweile wieder gesunken.

Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) dankt allen Feuerwehrleuten, Helfern von THW und DLRG sowie Mitgliedern sonstiger Hilfsorganisationen: „Das war ein Einsatz in einer Intensität und Dauer, wie wir es glücklicherweise nur selten erleben. Allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die in dieser Situation für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt präsent waren und tatkräftig Hilfe geleistet haben, gilt mein besonderer Dank und meine Anerkennung.“

Auch Bernd Woide bedankt sich: „Die Bereitschaft, unermüdlich Keller leerzupumpen, Straßen abzusperren und zu reinigen sowie Säcke mit Sand zu befüllen, zeigt mir immer wieder, wie sehr unsere Region zusammenhält. Darauf bin ich wirklich stolz.“ / hi, mal, mas