Zuversicht trotz Insolvenz

13. August 2014
Flieden

Eine neue Apfel-Ernte, eine neue Chance: Dr. Andreas Kleinschmidt, der die Fliedener Kelterei Elm in der Insolvenz verwaltet, ist zuversichtlich, dass es gelingt, das 46-Mann-Unternehmen zu sanieren. Vor allem „strukturelle Probleme“ hätten zur Zahlungsunfähigkeit geführt.

Zwei Gesellschafter, die an der Kelterei Elm GmbH beteiligt sind, entscheiden über die Entwicklung der Firma – und sind sich darin nicht einig gewesen. „Es gab wohl Unstimmigkeiten über die Finanzierung von Projekten und die Ausrichtung des Unternehmens. Das hat dazu geführt, dass Verbindlichkeiten aufgelaufen sind, die dann nicht mehr bezahlt werden konnten“, erläutert Insolvenzverwalter Kleinschmidt. Einer der Gesellschafter ist Geschäftsführer Harald Elm, den Namen des Zweiten wollte der Frankfurter Rechtsanwalt nicht nennen.

Vertriebs- und Marketingleiter Klaus-Dieter Wiegand teilt mit, dass bereits Arbeitsabläufe geändert worden seien. Den Vertrieb übernimmt seit Juni die Biosphere Vertriebs GmbH, eine Tochter von RhönSprudel.

Auch die Obst-Annahmestellen werden nicht mehr von der Kelterei, sondern von Biosphere betrieben. Durch dieses Auslagern von Abläufen versprechen sich die Fliedener, „dass wir uns aufs Kerngeschäft konzentrieren können – und das ist das Herstellen von Säften und Weinen“, sagt Wiegand. Er und die weiteren 45 Mitarbeiter sehen eine gute Apfel-Saison auf sich zukommen: „Die Bäume in der Rhön hängen voll.” Ab September werde mit der Apfelsaft-Produktion begonnen.