Die Eintracht will in Dortmund bestehen – Hütter hofft auf einen Punkt

14. September 2018
Frankfurt

Eintracht Frankfurt reist als Außenseiter nach Dortmund. Mit der Unterstützung von rund 4500 Fans will der hessische Fußball-Bundesligist trotz einiger Personalsorgen beim Champions-League-Teilnehmer bestehen.

Von Eric Dobias, dpa

Die Negativserie von sieben punktlosen Gastauftritten in Dortmund schreckt Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter genauso wenig wie die scheinbare Übermacht des BVB. „Natürlich hängen die Trauben dort höher“, sagte Hütter vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel an diesem Freitag (20.30 Uhr/Eurosport). „Aber ich möchte nicht, dass wir uns verstecken. Wir wollen selbst in der Offensive Akzente setzen und punkten, auch wenn es nicht einfach wird. Ich glaube an meine Mannschaft.“

Den letzten Sieg in Dortmund feierten die Hessen am 7. Februar 2010 (3:2), danach gingen sie stets leer aus. So wie zuletzt in der Vorsaison beim dramatischen 2:3, als Michy Batshuayi die Schwarz-Gelben in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zum Sieg schoss. „Hoffentlich geht diese Serie zu Ende“, sagte Hütter am Donnerstag.

Die Voraussetzungen sind jedoch nicht die allerbesten, denn die Personallage ist angespannt. Definitiv fehlen werden der gesperrte Jetro Willems und die verletzten Carlos Salcedo, Timothy Chandler, Goncalo Paciencia und Francisco Geraldes. Äußerst fraglich ist der Einsatz von Linksverteidiger Taleb Tawatha, der sich eine Verletzung im Rückenbereich zugezogen hat.

„Es ist natürlich immer unangenehm, wenn Spieler verletzt ausfallen“, sagte Hütter zur personellen Misere schon zu Saisonbeginn. „Die Mannschaft macht sich aber nicht ständig Gedanken darüber. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen und in Dortmund zu bestehen.“

Auch Hoffnungsträger Ante Rebic, der nach überstandener Fußverletzung wieder ins Training eingestiegen ist, kann noch nicht mithelfen. „Er ist noch kein Thema“, stellte Hütter klar. Der kroatische Nationalspieler müsse erst „zu 100 Prozent fit sein“, ehe er eine Option sei. Möglicherweise könne dies in der kommenden Woche der Fall sein, wenn der DFB-Pokalsieger bei Olympique Marseille in die Europa League startet. „Er ist auf einem guten Weg, auch mental geht es in die richtige Richtung“, sagte der Eintracht-Trainer.

Die Länderspielpause hat er genutzt, um seine Mannschaft für die anstehenden Englischen Wochen physisch zu stählen. Immerhin stehen sieben Spiele innerhalb von 24 Tagen auf dem Programm. „Da werden wir sicher rotieren müssen“, sagte Hütter.

In Dortmund setzt der Österreicher gegen einen hochkarätig besetzten Gegner aber erst einmal auf das stärkste Personal, das ihm momentan zur Verfügung steht. „Wir müssen die Laufwege eng halten und ständig aufpassen, weil sie sehr viele gefährliche Spieler haben“, betonte Hütter. Jeder Fehler könne bestraft werden.

Über die taktische Ausrichtung hat er noch nicht entschieden. In der Abwehr sei eine Dreierkette genauso denkbar wie eine Formation mit jeweils zwei klassischen Innen- und Außenverteidigern. Den BVB erwartet der 48-Jährige in einem 4-3-3-System. Letztlich sei es aber egal, wer am Freitag unter Flutlicht in einem vollen Stadion auflaufe. Hütter: „Für jeden Spieler ist es ein Traum, vor solch einer Kulisse zu spielen.“

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