4,04 Promille: Autobahnpolizei stellt unfallflüchtigen Lkw-Fahrer

13. Juni 2018
Kirchheim

Einem aufmerksamen Zeugen und der schnellen Fahndung ist es zu verdanken, dass der unfallflüchtige Fahrer eines weißrussischen Sattelzuges in Kirchheim gestellt werden konnte. Der 34-Jährige war laut Polizei stark alkoholisiert.

Wie die Beamten berichten, meldete am Freitag ein auf der Autobahn A 7 in Richtung Kassel fahrender Verkehrsteilnehmer, dass ein Sattelzug kurz vor dem Hattenbacher Dreieck nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke gestoßen sei. Der Fahrer sei dann einfach bis zum nächsten Parkplatz weitergefahren. Dort habe der Flüchtige kurz angehalten, bevor er seine Fahrt wieder in Richtung Kirchheimer Dreieck fortgesetzt habe.

Das Kennzeichen des Sattelaufliegers hatte sich der Zeuge notiert und der Polizeiautobahnstation Petersberg mitgeteilt. Die Polizei nahm umgehend die Fahndung auf und konnte den unfallflüchtigen Fahrer noch auf der Tank- und Rastanlage in Kirchheim stellen.

Sofort fiel den Polizisten auf, dass der 34 Jahre alte weißrussische Fahrer und Staatsbürger erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein vor Ort durchgeführter Test erbrachte den unglaublichen Wert von 4,04 Promille.

Der Fahrer wurde zur Durchführung einer Blutprobe vorläufig festgenommen. Sein ausländischer Führerschein wurde sichergestellt. Die Nacht verbrachte der stark alkoholisierte Mann im Polizeigewahrsam der Autobahnpolizei. Erst nach Zahlung einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Sicherheitsleistung durfte er - natürlich ohne Sattelzug - von Dannen ziehen.

Es stellte sich heraus, dass er nicht nur die Leitplanke für 1500 Euro beschädigt hatte. Beim Einparken auf der Tank- und Rastanlage in Kirchheim hatte er ebenfalls einen Schaden verursacht und nicht gemeldet.

Sein Chef war laut Polizei „not amused“, da er einen neuen Fahrer organisieren musste und sein Sattelzug nicht unerheblich beschädigt war. Die Höhe des Schadens an Zugmaschine und Auflieger wurde auf etwa 8000 Euro geschätzt. / ls