Champions-League-Rang winkt: Eintracht vor „absolutem Schlüsselspiel“ in Bremen

26. Januar 2019
Bremen/Frankfurt

Das Sturmtrio Haller, Rebic und Jovic haben Pokalsieger Frankfurt ins obere Tabellendrittel geschossen. In Bremen kann am Samstagabend sogar der Sprung in die Champions-League-Ränge gelingen. Trainer Hütter sieht wegweisende Wochen auf sein Team zukommen.

Zum Start in wegweisende Fußball-Wochen für Eintracht Frankfurt erwartet Trainer Adi Hütter ein echtes Offensivspektakel. „Bei uns ist es gang und gäbe, dass wir Tore schießen. Ein 0:0 wäre etwas Außergewöhnliches für dieses Spiel“, prognostizierte der Österreicher vor dem Bundesliga-Topspiel bei Werder Bremen an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Die Hessen haben angeführt von ihrem Sturmtrio Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic 37 Saisontore, auch Bremen bringt es bereits auf 29 Treffer. „Bremen hat eine sehr gute, variable Offensive. Ich konzentriere mich aber grundsätzlich auf unsere Mannschaft“, sagte Hütter.

Schon ein Punktgewinn an der Weser würde den Pokalsieger für Minimum eine Nacht vorbei an RB Leipzig auf einen Champions-League-Platz hieven. Angesichts der nächsten schwierigen Aufgaben würde die Eintracht auswärts aber lieber gewinnen, um das Polster nach unten zu vergrößern.

Neben den Europa-League-Vergleichen mit Schachtjor Donezk bekommt es die SGE mit Dortmund, Leipzig und Gladbach zu tun. „Wir haben Spiele vor der Brust, die wirklich hochinteressant sind. Das wird auch zeigen, wohin die Reise geht“, stellte Hütter fest: „Bremen ist ein absolutes Schlüsselspiel, bei dem wir sehen, wo es hingeht.“

Am besten immer weiter nach oben und erneut ins internationale Geschäft. Die laufende Europa-League-Saison, bei der die Eintracht mit sechs Siegen eine makellose Bilanz aufweist, hat Lust auf mehr gemacht. „Wir versuchen, uns selber zu pushen und zu sagen, wir sind vorne dabei, da wollen wir auch länger bleiben und vielleicht bis zum Schluss bleiben, wenn es möglich ist. Aber dafür müssen wir alles abrufen“, hatte Sport-Vorstand Fredi Bobic am Montag in der Sendung „Heimspiel!“ des Hessischen Rundfunks beteuert.

Im Vergleich zum 3:1 gegen Freiburg, bei dem Hütter nur das Ergebnis und nicht die Leistung zufriedenstellte, kehrt Mijat Gacinovic zurück, dafür muss Mittelfeld-Antreiber Gelson Fernandes wegen einer Gelbsperre pausieren. „Es gibt nur einen Gelson Fernandes, trotz allem muss ich eine Lösung finden. Wir haben Spieler, die Gelson auf eine andere Art ersetzen können. Wir haben mehrere Möglichkeiten“, kündigte Hütter an. Jonathan de Guzman könnte genauso ins Team rücken wie Rückkehrer Gacinovic, ein weiterer Startelf-Einsatz von BVB-Leihgabe Sebastian Rode erscheint sicher.

Jovic (13 Saisontore) als Führender der Torjägerliste, Haller (10) und Rebic (6) hatte Bremens Trainer Florian Kohfeldt als „die drei Verrückten“ bezeichnet, mit Blick auf die enorme Qualität des Trios sagte er: „Ein 7:6 für uns würde ich sofort nehmen. Hauptsache wir gewinnen.“ Hütter gab das Kompliment am Freitag zurück, er sieht bei Werder „eine sehr gute Mannschaft und einen sehr guten Trainer“.

Doch nach dem durchwachsenen Freiburg-Spiel, das nur das starke Sturmtrio rettete, hofft Hütter zu allererst in den eigenen Reihen auf Besserung. „Wir sind gewappnet. Wir müssen Antworten finden, aber auch wir sind in der Lage, auswärts Spiele zu gewinnen“, sagte der 48-Jährige. / dpa

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