Eintracht Frankfurt wacht spät auf – und verliert 1:2 bei RB Leipzig

25. August 2019
Leipzig

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat am zweiten Spieltag eine 1:2 (0:1)-Niederlage bei Champions-League-Starter RB Leipzig hinnehmen müssen. Bei den Sachsen wurde vor dem Spiel bekannt gegeben, dass der Verein das Tauziehen um Timo Werner vorerst gewonnen hat . Der Nationalstürmer verlängerte seinen Vertrag bis 2023.

Timo Werner klatschte zufrieden mit seinen Teamkollegen ab und ließ sich noch eine Weile von den erleichterten Fans feiern. Mit seiner Vertrags-Unterschrift bis 2023 und seinem Treffer gegen Eintracht Frankfurt hat der 23-Jährige RB Leipzig einen nahezu perfekten Fußball-Sonntag beschert.

Der Nationalspieler erzielte beim 2:1 (1:0) der mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Sachsen den Führungstreffer (10. Minute) und hatte damit großen Anteil an der gelungenen Bundesliga-Heimpremiere des neuen Trainers Julian Nagelsmann. „Mir war das fast ein wenig unangenehm, dass das vor dem Spiel im Stadion bekanntgegeben wurde. Ich wollte da kein großes Brimborium draus machen“, sagte Werner.

Der 23-Jährige traf trotzdem gleich bei der Heimpremiere von Trainer Julian Nagelsmann. Sturmpartner Yussuf Poulsen (80.) legte per Volley nach. Gonzalo Paciencia gelang kurz vor dem Abpfiff nur der Anschlusstreffer (89.). „Am Ende war das Ergebnis nicht gut, aber wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können“, sagte Frankfurts Verteidiger Makoto Hasebe.

Das Spiel gegen Frankfurt vor 40 108 Zuschauern rückte bei dem ganzen Hype um die Werner-Verlängerung fast in den Hintergrund. Während Nagelsmann mit Christopher Nkunku für Kevin Kampl nur eine Änderung vornahm, wechselte Adi Hütter seine Eintracht nach dem 0:1 im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Racing Straßburg gleich auf sechs Positionen durch. Der zuletzt kritisierte Ante Rebic fehlte wie Mijat Gacinovic laut Club angeschlagen.

Die erste Großchance hatten die Gäste. Nach einem Fehlpass schaltete die Eintracht schnell um, links auf der Außenbahn rannte Filip Kostic (6.) allein auf RB-Keeper Peter Gulacsi zu, verfehlte mit seinem Schuss das Gehäuse knapp. Auf der Gegenseite konnte Poulsen nach einer Ecke nur verlängern, am langen Pfosten versuchte es jedoch Werner mit einem riskanten Drehschuss ins kurze, untere Ecke und traf zur umjubelten Führung.

Nach dem Wechsel hatte Werner (48.) nach einem Steilpass von Nkunku das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber diesmal an den aufmerksamen Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Nach einer Stunde brachte Nagelsmann für den guten Nkunku Spielmacher Emil Forsberg. Doch das Spiel verflachte zusehends. Großchancen waren plötzlich Mangelware. In der Schlussphase wechselte Nagelsmann den angeschlagenen Werner (79.), der nach einem Schlag leichte Sehprobleme hatte, aus und brachte RB-Rückkehrer Ademola Lookman ins Spiel. Pacienca sorgte noch einmal für Spannung. / dpa