Eintracht-Präsident Fischer will Montagsspiele wieder abschaffen

07. März 2018
Frankfurt/Köln

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, hat eine Abschaffung der Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga gefordert. „Wir müssen auf den Schnaps aus dem Glas verzichten für die Montagsspiele“, sagt er.

Aufgrund der massiven Fanproteste spricht sich der 61-Jährige in der WDR-Sendung Sport inside (Mittwoch, 22.55 Uhr) gegen diese erst in dieser Saison eingeführte Spielplan-Reform aus. „Ich denke, dass wir daraus gelernt haben, was Fußball am Montag in der Bundesliga bedeutet“, so Fischer.

Bei der Einführung der Montagsspiele räumt der Eintracht-Präsident allerdings auch eine große Mitverantwortung der Vereine ein. Die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga sowie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatten einstimmig für den TV-Vertrag gestimmt, der pro Saison maximal fünf Montagsspiele vorsieht.

„Wir alle waren dafür, weil es um Geld geht. Und auch dieser Montagspieltag hat uns allen als Verein Geld gebracht. Das ist eine überschaubare Summe. Wir haben das sicherlich damals auch nicht so überrissen“, sagte Fischer.

Beim ersten Montagspiel der Saison zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig hatte es am 19. Februar große Fan-Proteste gegeben. Eine Woche später blieben beim Montagspiel Borussia Dortmund gegen FC Augsburg viele Plätze im Stadion leer. / dpa