Eintracht will Leipzig ärgern: „Nicht so einfach“ in Frankfurt

24. Januar 2020
Frankfurt/Main

Die Bayern und Leverkusen haben sie besiegt, gegen Dortmund nicht verloren: Eintracht Frankfurt ist in dieser Spielzeit ein echter Favoritenschreck. Und gegen Leipzig gab es vor eigenem Publikum eh noch keine Niederlage.

Vor der ganz großen Prüfung gegen „die Mannschaft der Stunde“ legte Adi Hütter ein breites Grinsen auf. „Klar, freue ich mich“, sagte der Cheftrainer vor der Begegnung mit Tabellenführer RB Leipzig an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Nach einer schwierigen Hinserie wollen die Hessen den Anschluss nach oben wahren und nach Siegen über Bayern und Leverkusen den nächsten Favoriten richtig ärgern. „Sie wissen, dass es in Frankfurt nicht so einfach ist. Wir wollen an die Leistung anknüpfen. Prozentual müssen wir uns steigern“, sagte der Österreicher.

20-Tore-Mann auf der Gegenseite

Gegen 20-Tore-Mann Timo Werner und die Dauersieger aus Sachsen wird das beim 2:1-Sieg in Hoffenheim gewonnene Selbstbewusstsein gleich kräftig geprüft. Das Duell mit Leipzig stellt für die Eintracht den Auftakt der RB-Wochen dar: Innerhalb von fünf Wochen geht es in Liga und DFB-Pokal erst zweimal gegen Leipzig und anschließend in der Europa League zweimal gegen Red Bull Salzburg. „Wenn wir diszipliniert spielen, wenn wir mutig spielen, bin ich überzeugt, dass wir morgen was machen können“, sagte Hütter.

Trapp traut Leipzig die Meisterschaft zu

Drei Dinge stimmten Frankfurt zum Rückrundenauftakt zuletzt optimistisch. Nach einem kräftezehrenden Herbst sind die Akkus wieder aufgeladen, zudem griff die Umstellung auf Viererkette und auch Stammtorhüter Kevin Trapp ist als Rückhalt wieder dabei. Der 29 Jahre alte WM-Teilnehmer sieht Leipzig wie Hütter als Titelkandidaten. „Ich traue es ihnen definitiv zu. Die Qualität dazu haben sie“, sagte der Torhüter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Gerade im eigenen Stadion ist Frankfurt aber ein unangenehmer Gegner, wie das gefeierte 5:1 gegen Bayern, ein 3:0 gegen Leverkusen sowie ein achtbares 2:2 gegen Borussia Dortmund beweisen. „Wir haben gegen die Bayern und gegen Leverkusen gesehen, was machbar ist“, fügte Trapp an. Hütter kann sich die Höchstleistungen gegen die besten Widersacher nicht zu 100 Prozent erklären. „Es ist ganz egal, gegen wen wir spielen, wir wollen immer an unsere Leistungsgrenze gehen. Vielleicht ist es deswegen, weil man noch ein paar Prozent konzentrierter sein muss“, erklärte er.

Gegen RB in der Liga, gegen RB in der Europa League

Die RB-Wochen dürften für die Eintracht maßgeblich zeigen, wohin es in dieser Spielzeit geht. Gegen Leipzig steht der DFB-Pokal auf dem Spiel, gegen Salzburg die Europa League, in der Liga scheint das Niemandsland derzeit verheißungsvoller als der Abstiegskampf, der vor Weihnachten schon zu drohen schien. „Ich schaue nie fünf Spiele voraus. Es geht immer um die Entwicklung. Wir müssen so viele Punkte wie möglich sammeln“, sagte Hütter.

Personell verriet der 49-Jährige wie gewohnt nicht viel. Der Japaner Daichi Kamada wird nach einem Bänderriss wieder im Kader stehen, dürfte nach einigen verpassten Trainingseinheiten aber zunächst auf der Bank sitzen. Bei der in Hoffenheim erfolgreich praktizierten Viererkette dürfte es bleiben, damit droht Abwehr-Routinier Makoto Hasebe erneut ein Bankplatz. „Er ist weiterhin ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns“, sagte Hütter. / dpa

SGE siegt endlich wieder: Eintracht Frankfurt feiert bei Trapp-Comeback 2:1-Erfolg in Hoffenheim

Von Ulrike John dpa Eintracht Frankfurt hat zum Bundesliga-Rückrundenstart alte Stärke gezeigt und nach sieben sieglosen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Die Europa-Starter von Trainer Adi Hütter landeten am Samstag ein 2:1 (1:1) bei der TSG Hoffenheim. Dost und Chandler treffen Mit dem vierten Dreier hintereinander gegen die Kraichgauer setzten sich die Hessen von der Abstiegszone ab.

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