Heißes Derby am ungeliebten Montag: Mainz empfängt Frankfurt

02. Dezember 2019
Frankfurt

Wenn der FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt aufeinander treffen, geht es immer hoch her. Das Rhein-Main-Derby elektrisiert auch dieses Mal die Fans, auch wenn der Termin so gar nicht nach deren Geschmack ist.

Tennisbälle, Toilettenpapier, Transparente - im Kampf gegen die ungeliebten Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga haben die Fans schon viel Einfallsreichtum bewiesen. Das wird wohl auch an diesem Montag so sein, wenn der FSV Mainz 05 den Nachbarn Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/Sky) zum brisanten Rhein-Main-Derby empfängt. Obwohl die Deutsche Fußball Liga bereits die Abschaffung der maximal fünf Bundesligapartien zum Wochenbeginn pro Spielzeit zur Saison 2021/22 beschlossen hat, planen die Mainzer Anhänger in der Anfangsviertelstunde einen Stimmungsboykott. Weitere Proteste sind nicht ausgeschlossen.

Eintracht will Negativserie beenden

Auf dem Rasen wird es dagegen von der ersten Minute an hoch hergehen. „Ein Derby ist emotional gesehen immer hochinteressant“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter am Sonntag. Und sein Mainzer Kollege Achim Beierlorzer betonte: „Die Mannschaft ist einfach heiß gegen Frankfurt zu spielen.“

Trotz des ungeliebten Termins werden rund 6000 Fans die Hessen begleiten. Wie sie hofft Hütter auf das Ende einer besonderen Negativserie: In elf Anläufen hat die Eintracht im nur 40 Kilometer entfernten Mainz noch nie einen Bundesligasieg landen können. „Wir wollen diese Serie endlich durchbrechen“, verkündete Hütter.

Sieg beim FC Arsenal macht Mut

Dass die Mainzer vor rund zwei Wochen den Trainer ausgetauscht haben – für Sandro Schwarz kam der kurz zuvor beim 1. FC Köln entlassene Beierlorzer – macht die Aufgabe nicht leichter. „Wir haben für die Vorbereitung alle Spiele unter Schwarz ad acta gelegt“, berichtete Hütter. „Mainz spielt jetzt einen ganz anderen Fußball.“

Mut macht den Frankfurtern der 2:1-Sieg beim FC Arsenal in der Europa League. „Da hat die Mannschaft bewiesen, dass sie Mentalität und Charakter hat“, sagte Hütter. Beides ist in Mainz gefragt, um bei den Rheinhessen zu bestehen. Denn auch die Beierlorzer-Truppe hat nach dem 5:1 in Unterzahl bei der TSG 1899 Hoffenheim plötzlich ein breites Kreuz bekommen. „Jeder muss jetzt darauf brennen, das nächste Spiel zu spielen. Und das ist für uns das Derby“, sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder.

Familienduell möglich

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als dem auf allen Feldern boomenden und längst zur unbestrittenen Nummer eins in der Region gewachsenen Rivalen ein Bein zu stellen. Das weiß auch Beierlorzer, für den es das erste Nachbarschaftsduell ist. „Ich bin gut vorbereitet“, sagte der 52-Jährige vor seiner Heimpremiere als 05-Coach. „Aber wichtiger ist natürlich, dass die Mannschaft weiß, was dieses Derby ausmacht.“

Frankfurts Gelson Fernandes erwartet daher ein „heißes Spiel“, für das Beierlorzer „seine Mannschaft sicher extrem motivieren“, werde. Für den Defensivmann könnte es dabei zum Familienduell mit Cousin Edimilson Fernandes kommen. „Natürlich ist eine gewisse Vorfreude da, aber am Montag sind wir vor allem Gegner“, sagte der Eintracht-Routinier. „Ich habe ihm geschrieben, dass der Kontakt bis dahin ruhen muss und wir uns am Montagabend nach dem Spiel sehen.“ Bleibt abzuwarten, wer von beiden dann die bessere Laune hat. / dpa

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Die Rückkehr nach London entpuppte sich für Eintracht Frankfurt als absolute Traumreise. Nach dem Sieg beim FC Arsenal ist der Glaube an einen neuen Höhenflug zurück. Zahlreiche Fans - unter anderen Fleischermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern - feierten die Eintracht trotz UEFA-Ausschlusses im Stadion.

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