Heim-3:0 gegen Schalke: Eintracht Frankfurt reicht die Bayern weiter durch

14. November 2018
Frankfurt

Pokalsieger Frankfurt ist in Europa League und Bundesliga derzeit nicht zu stoppen. Der Sieg gegen Schalke hievt den hessischen Fußball-Bundesligisten auf die Königsklassen-Plätze. Königsblau kommt hingegen unten einfach nicht raus. Nationalspieler Uth verletzt sich am Oberschenkel.

Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat sich mit dem nächsten Sieg an Rekordmeister FC Bayern München vorbei auf die Champions-League-Plätze geschoben. Dank zweier Treffer des erneut herausragenden Luka Jovic und eines Treffers von Sturmpartner Sebastien Haller (80.) besiegten die Hessen zum Abschluss des elften Bundesliga-Spieltags den FC Schalke 04 am Sonntagabend mit 3:0 (0:0) und feierten damit den achten Pflichtspiel-Erfolg in den vergangenen neun Partien.

Vor 50.700 Zuschauern avancierte Jovic mit seinen Toren (61. und 73. Minute) wieder zum Matchwinner für die Elf von Trainer Adi Hütter und übernahm mit nun neun Treffern auch die Führung in der Torjägerliste. Nur drei Tage nach dem vorzeitigen Weiterkommen in der Europa League eroberte die Eintracht Rang vier in der Bundesliga. Vor den Münchnern um Ex-Trainer Niko Kovac und ganze zehn Punkte vor den Gästen aus Gelsenkirchen, die als 14. nur noch einen Zähler vor dem Relegationsrang liegen.

Heim-3:0 gegen Schalke: Eintracht Frankfurt reicht die Bayern weiter durch

Im Duell der vielbelasteten Europa-Starter nahmen beide Trainer drei Wechsel in ihrer Startelf vor. Dass die Schalker nach dem souveränen 2:0 gegen Galatasaray in der Champions League zwei Tage mehr Pause hatten, war nicht zu merken. Frankfurt spielte von Beginn an nach vorne und kombinierte über das zuletzt so starke Angriffstrio Jovic, Ante Rebic und Haller schnell nach vorne. Chancen ergaben sich zunächst nicht, erst Verteidiger Evan Ndicka (19.) näherte sich mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke an.

Das Spiel blieb in den ersten 30 Minuten höhepunktarm, die Hauptprotagonisten waren immer wieder Ndicka, David Abraham und Schalkes Salif Sané, die Zweikampf um Zweikampf gewannen. Nationalspieler Mark Uth (34.) verpasste auf der Gegenseite mit einem flachen Schlenzer nur knapp. Bitter für den Angreifer: In der zweiten Halbzeit musste er mit einer Oberschenkelverletzung raus. Eine Länderspielteilnahme in der kommenden Woche scheint fraglich.

Viertes Spiel, vierter Sieg: Eintracht Frankfurt 3:2-Zittersieg bei Limassol weiter

Zittersieg statt Zauber-Fußball: Mit einem mühevollen 3:2 (1:0)-Sieg bei Apollon Limassol hat Eintracht Frankfurt vorzeitig das Ticket für die K.o.-Phase der Europa League gebucht. Luka Jovic (17. Minute), Sébastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) trafen am Donnerstag für den seit nunmehr acht Pflichtspielen ungeschlagenen DFB-Pokalsieger.

Auch nach der Pause nahm die Partie zunächst nicht mehr Schwung auf. Zum Ende von drei Englischen Wochen mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus wirkten beide Mannschaften ein Stück weit ausgelaugt. Unterbrechungen prägten die Partie. Erst nach genau einer Stunde nahm die Partie Fahrt auf: Schalkes Breel Embolo setzte sich mit einem Solo stark durch und scheiterte am gut reagierenden Kevin Trapp.

Direkt im Gegenzug zeigte der Pokalsieger seine ganze Offensivklasse: Bei einem blitzartigen Gegenangriff bediente Rebic seinen Kollegen Jovic, dieser ließ die Schalker Hintermannschaft aussteigen und vollendete. Die Eintracht wirkte danach wie befreit: Der emsige Rebic traf erst noch den Pfosten (67.), dann sorgte Jovic nach präziser Hereingabe von Filip Kostic für die Entscheidung, bevor Haller nochmal nachlegte. / dpa

Eintracht Frankfurt hält mit 3:0-Erfolg Kontakt zur Spitze und verschärft VfB-Krise

Den nächsten Rückschlag unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl quittierten die Fans des VfB Stuttgart mit einem lautstarken Pfeifkonzert. Im Anschluss an das 0:3 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt standen die Profis des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga am Freitagabend regungslos vor der eigenen Fankurve. Erst nach mehreren Minuten verließen Mario Gomez und seine Teamkollegen mit hängenden Köpfen das Spielfeld.