Heute gegen Stuttgart: Eintracht will mit Schwung in die Saison-Schlussphase starten

31. März 2019
Frankfurt

Nach der Länderspielpause beginnt für Eintracht Frankfurt die entscheidende Saisonphase, in der es für die Hessen sowohl in der Bundesliga als auch der Europa League um viel geht. Gegen den VfB Stuttgart soll am Sonntagabend ein Sieg her.

Von Eric Dobias, dpa

Auf der Zielgeraden der bisher überaus gelungenen Saison will Eintracht Frankfurt keine Schwächen zeigen und sich für die starken Leistungen der vergangenen Monate belohnen. „Jetzt kommt der Endspurt“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellen-16. VfB Stuttgart am Sonntag (18.00 Uhr) und gab das Ziel aus: „Mit unserer Leidenschaft und unseren Fans im Rücken wollen wir den nächsten Sieg landen.“

Die Hessen sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Diese Serie soll gegen die Schwaben ausgebaut werden, um den Traum von der erstmaligen Teilnahme an der Champions League am Leben zu halten. Mit 46 Zählern rangiert der Tabellenfünfte knapp hinter Borussia Mönchengladbach (47) auf Rang vier, der das Ticket für die Königsklasse bringt. Auch der Dritte RB Leipzig (49) ist nur drei Punkte entfernt.

Die Länderspielpause hat der Eintracht angesichts der anhaltenden Doppelbelastung in der Bundesliga und Europa League, wo es im Viertelfinale Mitte April gegen Benfica Lissabon geht, gut getan. Einen Bruch hat Hütter jedenfalls nicht festgestellt. „Ich habe ein gutes Gefühl bei meiner Mannschaft. Das Team war im Training sehr bissig und fokussiert. Wenn wir mit dieser Einstellung ins Spiel gehen, bin ich ob der nächsten Aufgaben optimistisch“, berichtete der 49-Jährige am Freitag.

Trotz der klaren Favoritenrolle erwartet Hütter ein schweres Spiel; wie schon zuletzt beim 1:0 gegen den Tabellenletzten 1. FC Nürnberg. Denn auch der VfB benötigt im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt. „Sie haben sich in den vergangenen Wochen stabilisiert und wissen genau, worum es geht“, warnte Hütter.

Glück für Eintracht-Fans: UEFA verhängt nur Geldstrafe

Eintracht Frankfurt kann im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League bei Benfica Lissabon auf die Unterstützung seiner Fans bauen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verurteilte den DFB-Pokalsieger wegen der Pyro-Vorfälle im Achtelfinale bei Inter Mailand am Donnerstag lediglich zu einer Geldstrafe von 50 000 Euro, sah von einem drohenden Fan-Ausschluss aber ab.

Personell kann der Österreicher aus dem Vollen schöpfen, da sich auch Kapitän David Abraham nach längerer Verletzungspause fit gemeldet hat. „David ist wieder ein Thema, aber ich lasse mir offen, ob er spielt“, sagte Hütter. Lediglich hinter dem Einsatz von Offensivspieler Mijat Gacinovic steht noch ein Fragezeichen. Der Serbe hatte sich Anfang der Woche im EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal eine Fersenverletzung zugezogen.

Hütter hat somit sowohl offensiv als auch defensiv die Qual der Wahl. „Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man viel Qualität im Kader hat“, sagte er. „Wir haben in den kommenden Wochen viele Partien, in denen wir jeden einzelnen Spieler gebrauchen können.“ Dabei komme es vor allem darauf an, die richtige Mischung zu finden.

Ob er wie beim 3:0 im Hinspiel sein hoch gelobtes Sturm-Trio Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic beginnen lässt, ließ Hütter offen. „Es ist egal, ob wir mit drei oder zwei Spitzen spielen. Es geht darum, unsere Chancen besser zu nutzen als zuletzt“, forderte er. Zweifel am Gelingen hat Hütter nicht: „Wir nehmen die Energie und die Kraft aus den letzten Wochen in den Endspurt mit.“ / dpa

Gladbach auf der Pelle: Eintracht Frankfurt landet 1:0-Arbeitssieg gegen Nürnberg

Die Europa-League-Höhenflieger von Eintracht Frankfurt haben ihre Champions-League-Ambitionen untermauert und die Abstiegssorgen des Tabellenletzten 1. FC Nürnberg verstärkt. Der DFB-Pokalsieger gewann sein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga am Sonntag vor 51.000 Zuschauern durch ein Tor von Martin Hinteregger (31. Minute) mit 1:0 (1:0).