Plädoyers in Prozess um Würth-Entführung möglich

22. November 2018
Gießen

Nach mehr als zwei Monaten Verhandlung steht im Prozess um die Entführung von Milliardärs-Sohn Markus Würth die Schlussetappe bevor. Bei der Verhandlung am Donnerstag soll es nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts Gießen zunächst um einen Beweisantrag gehen. Möglicherweise werden danach bereits die Plädoyers gesprochen.

Der Angeklagte soll den behinderten erwachsenen Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben.

Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden.

Der Angeklagte bestreitet die Tat. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Markus Würth wahrscheinlich zusammen mit Komplizen entführte. Die Aufnahmen eines Telefonmitschnitts sollen ihn überführt haben. / dpa/lsw