Spielboykott der Frankfurter Fans: Statement gegen den Montag

24. Februar 2020
Frankfurt

Die Fans von Eintracht Frakfurt haben wieder einmal verärgert und wütend auf die Ansetzung des Montagsspiels reagiert und einen Boykott für die Bundesliga-Partie gegen Union Berlin am Montagabend (20.30 Uhr/DAZN) ausgerufen.

„Wir werden während des gesamten Spiels auf jegliche Form des Supports verzichten! Zusätzlich wird die aktive Fanszene die Blöcke im Unterrang der Nordwestkurve nicht betreten und das Spiel im Umlauf verbringen“, hieß es.

Leere Kurven

Dort, wo sonst lautstark vor dem Anpfiff „Im Herzen von Europa“ geschmettert wird, soll diesmal einfach nur eine leere Kurve zu sehen sein. „Wir respektieren und akzeptieren diese Entscheidung, die der komplette Verein mitträgt“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter zu den schon länger angekündigten Maßnahmen der aktiven Fanszene, die ihrem Lieblingsverein bereits zum fünften Mal seit der Einführung 2017/18 an einem ungeliebten Montag zusehen muss.

Der Protest bei diesen Spielen hat schon Tradition: Vor knapp zwei Jahren flogen an einem Montagabend gegen RB Leipzig zahlreiche Tennisbälle aufs Feld, mit Spruchbändern wie „Wir pfeifen auf das Montagsspiel!“ und „Montags wird ausgenüchtert“ wurde zudem die Ablehnung dokumentiert. Die zur Entlastung für Europa-League-Starter gedachten Spiele sorgen bei Fans trotz der bereits beschlossenen Abschaffung zur Saison 2021/22 für große Verärgerung. Die 2700 mitreisenden Union-Fans wollen dagegen ihr Team unterstützen.

In Heimspielen geglänzt

Obwohl der sportlich stark aufgelegten Eintracht vier Tage nach dem 4:1 gegen Salzburg lautstarke Unterstützung fehlen wird, unterstützt der Verein den Kollektiv-Boykott der Stehplatz-Fans und bietet diesen an, ihre Karten vor dem Spiel gegen andere Plätze umzutauschen.

Sportlich hofft Hütter auf eine Fortsetzung der vergangenen Wochen. Vor allem in Heimspielen hatte die Eintracht zuletzt mit zwei Siegen über Leipzig sowie einem 5:0 gegen Augsburg geglänzt.

Kamada lässt die Eintracht jubeln: Achtelfinale nach 4:1 in Sicht

Der Japaner Daichi Kamada lässt Eintracht Frankfurt von weiteren Festspielen auf Europas Fußball-Bühne träumen. Mit seinen drei Treffern (12./43./53. Minute) im ersten K.o.-Spiel der Europa League gegen Red Bull Salzburg legte der hessische Bundesligist am Donnerstagabend den Grundstein für den verdienten 4:1 (2:0)-Erfolg und das nun sehr wahrscheinliche Weiterkommen ins Achtelfinale der Europa League.

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