Tödliche Gleisattacke: Ermittlungen kurz vor Abschluss

04. Dezember 2019
Frankfurt

Im Fall der Gleisattacke mit einem toten Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof steht das Ermittlungsverfahren kurz vor dem Abschluss. Die Ermittlungen würden dem Ende zugehen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Es werde voraussichtlich im nächsten Jahr zum Prozess gegen den mutmaßlichen Täter kommen. Wann genau sei noch offen.

Ende Juli hatte ein Mann einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Eine ältere Frau, die er auch attackiert hatte, konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen.

Keine Anklage gegen Tatverdächtigen

Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, kam zunächst in Untersuchungshaft. Der Mann steht unter dringendem Verdacht des Mordes und zweifachen Mordversuchs. Er ist in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, erhebt die Staatsanwaltschaft keine Anklage, da der Mann als psychisch krank und schuldunfähig gilt. Stattdessen werde die Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt, eine entsprechende Antragsschrift sei bereits an das Gericht ergangen.

Debatte über Sicherheit an Bahnhöfen

Die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft wollte das zunächst nicht bestätigen.

Der Vorfall hatte auch eine Debatte über die Sicherheit an Bahnhöfen ausgelöst. / dpa

Mann stößt Achtjährigen und dessen Mutter vor Zug - Kind stirbt

Ein achtjähriger Junge ist im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet worden. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen haben. Die 40-Jährige habe sich aber retten können.

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