Zoll am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt von Passagier aus Russland Luchsfell mit Kopf

09. November 2018
Frankfurt

Ein präpariertes Luchsfell samt Kopf haben Zollbedienstete am Frankfurter Flughafen im Koffer eines Flugpassagiers aus Russland gefunden. Wie die Behörde mitteilte, hatte der Mann das Fell beim Zoll nicht angemeldet hatte. Es wurde beschlagnahmt.

Die Kontrolle fand bereits 29. Oktober statt, wie die Zoll in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen mitteilte. Demnach handelt es sich um das Fell eines Eurasischen Luchses mit der lateinischen Bezeichnung Lynx Lynx.

Der Luchst ist vom Washingtoner Artenschutzübereinkommen unter Schutz gestellt ist. Da der Reisende die erforderlichen Genehmigungen dafür nicht vorweisen konnte, wurde das Fell beschlagnahmt und das Bundesamt für Naturschutz informiert.

„Die meisten Verstöße werden von Urlaubern begangen, die Präparate oder Teile geschützter Tier- und Pflanzenarten aus Unwissenheit als Souvenirs mit nach Hause bringen“, sagte Christine Straß, Pressesprecherin bei Hauptzollamt Frankfurt. „Aber auch so trägt man dazu bei, dass der Handel mit geschützten Arten blüht und leistet damit dem Aussterben von Tieren und Pflanzen Vorschub.“

Laut Zoll droht den Reisenden nicht nur die Beschlagnahme des Souvenirs, sondern auch die Verhängung einer Geldstrafe. Im Jahr 2017 kam es beim Hauptzollamt Frankfurt zu 372 Sicherstellungen mit 13.339 artengeschützten Einzelexemplaren. Darunter waren 1681 lebende Tiere und 2019 lebende Pflanzen sowie 9639 Erzeugnisse aus geschützten Arten. / sar

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