600 süße Weihnachtsgrüße: Hünfelder Wigbertschüler beschenken sich gegenseitig

22. Dezember 2015
Hünfeld

Nicht ganz so schnell wie Snapchat, dafür aus purer Schokolade: Jugendliche der Hünfelder Wigbertschule haben Montagmorgen gut 600 Weihnachtsmänner an ihre Mitschüler verteilt. Jene Nikoläuse konnten zuvor gekauft und mit einem netten Grußwort an Freunde und Klassenkameraden verschickt werden. Damit beschenkten sie sich gleich in doppelter Hinsicht.

Letzte Grußkärtchen werden angepinnt, schwer bepackt beginnen die ersten „Boten“ ihre erste Tour: Während es für viele am vorletzten Schultag vor den Winterferien eher ruhig und besinnlich zugeht, ist von den Mädchen und Jungen der Schülervertretung (SV) des Hünfelder Gymnasiums nochmals Arbeitsmoral gefragt. Vor ihnen stehen haufenweise Kartons, darin Schokoweihnachtsmänner in unterschiedlichsten Ausführungen.

Was sie jedoch eint, ist ein kleiner Zettel, der an ihnen befestigt ist. Vier Spalten können darauf ausgefüllt werden: „Von, An, Klasse: und DANKE, weil:“. In Letzterer stehen Sätze wie „weil du immer so fröhlich bist“ und „weil du mein bester Freund bist“.

Resonanz innerhalb eines Jahres verdoppelt

600 von den Schokomännern wechseln an dem Vormittag innerhalb der Schule den Besitzer. Klassenzimmer für Klassenzimmer arbeiteten sich die eifrigen Weihnachtsboten vor, damit auch jeder noch an diesem Tag den Gruß seines Freundes oder Klassenkameraden in den Händen hält. Die Vorbereitungen dafür liefen schon Tage zuvor.

Fast 600 Weihnachtsmänner müssen nun verpackt und am Montag verteilt werden. Die Teilnahme an der Schoko-Weihnachtsmann-Aktion ist wirklich überwältigend!

Posted by Schülervertretung der Wigbertschule Hünfeld on Donnerstag, 17. Dezember 2015

Nachdem bei der Premiere im vergangenen Jahr weniger als 300 Nikoläuse versendet worden waren, machen heuer mehr als doppelt so viele Jugendliche mit: Insgesamt gut vier Fünftel der Schüler. „Ich glaube, die Aktion hat sich nun etabliert“, fällt dementsprechend positiv das Fazit des Schulsprechers Rico Kurzrock aus.

Zumal man sich mit dieser Aktion selbst beschenkt. Denn mit dem Überschuss der Nikolausverkäufe – sie wurden für einen Euro verkauft – wollen die Initiatoren der SV die Schule ein wenig verschönern. An ein paar neue Spielsachen für die Pause denken sie da etwa.

Auch bemerkenswert: Die Aktion ist von Anfang bis Ende in Verantwortung des Nachwuchses. Das Lehrerzimmer beteiligt sich nur insofern an den schokoladigen Weihnachtsüberraschungen, als dass dort untereinander ebenfalls fleißig Grüße verschickt werden. / kbk